Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
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IG Metall Gewerkschaftstag in Leipzig eröffnet / Huber: Nur eine starke Gewerkschaft kann sich erfolgreich für Gerechtigkeit einsetzen

(Leipzig) - „Wenn wir eigene Stärke entwickeln, können wir etwas erreichen. Wir müssen die Dinge selbst in die Hand nehmen“, sagte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, in seiner Rede zur Eröffnung des 21. Ordentlichen Gewerkschaftstages am Sonntag (4. November 2007) in Leipzig. Nur eine starke und streitbare Gewerkschaft könne sich erfolgreich für Gerechtigkeit einsetzen. Das könnten nur viele Menschen gemeinsam bewältigen. Eine mitgliederstarke Gewerkschaft werde ernst genommen und sei fähig zur Auseinandersetzung. „Die IG Metall hat auf diesem Feld in den letzten Jahren viel erreicht“, ergänzte Huber.

Das Motto des Gewerkschaftstages „Zukunft braucht Gerechtigkeit“ knüpfe an den demokratischen Aufbruch in Leipzig im Herbst 1989 an. „Er hat den Glücksfall deutscher und europäischer Geschichte erst möglich gemacht“, sagte Huber. Gleichzeitig markiere das Motto Herausforderungen, vor denen die Gewerkschaft stehe. Die Einheitsversprechen seien bis heute nicht eingelöst. „Sie umzusetzen bleibt Aufgabe, auch für die IG Metall“, betonte Huber. Dass Zukunft Gerechtigkeit brauche, sei zudem keine allein nationale Frage. Erst recht gelte das für die anderen Länder und Regionen unserer einen Welt.

In seiner Rede stellte Huber den Gewerkschaftstag in die besondere Tradition der Stadt Leipzig für die Arbeiterbewegung. Dabei erinnerte der zweite Vorsitzende der IG Metall an die Gründung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ 1863 und der ersten landesweit organisierten Gewerkschaft in Deutschland, dem „Allgemeinen Deutschen Cigarrenarbeiter-Verein“ von 1865. Unter Hinweis auf die erfolgreichen Tarifauseinandersetzungen der Leipziger Arbeiterbewegung hob Huber die Bedeutung des Flächentarifvertrags hervor. „Nicht trotz, sondern wegen der anständigen Tarifverträge“, sei die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland über weite Strecken günstig verlaufen. Er warnte davor, die Geschichte wieder zurückdrehen zu wollen und unterstrich die Notwendigkeit handlungsfähiger Gewerkschaften. Dafür seien überzeugende Konzepte, zeitgemäße Argumente und Menschen nötig, die dafür einstünden. „Ichsehe uns in dieser Leipziger Tradition“, sagte Huber.

Vom 4. bis 10. November beraten 501 Delegierte über rund 550 Anträge unter anderem zu den Themen Tarifpolitik und die Zukunft der sozialen Sicherung. Am Dienstag (6. November 2007) wählen die Delegierten einen neuen Vorstand. Am Donnerstag (8. November 2007) will die Bundeskanzlerin Angela Merkel den Gewerkschaftstag besuchen.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall) Pressestelle Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

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