IG Metall kritisiert Entscheidung des GM-Verwaltungsrates / Huber: "Vereinbarung der Arbeitnehmerseite über Zugeständnisse gegenstandslos"
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat die Entscheidung des GM-Verwaltungsrates kritisiert, Opel und seine weiteren europäischen Tochterunternehmen nicht wie geplant an den Automobilzulieferer Magna zu verkaufen. "Das ist ein unglaublicher Vorgang, 50.000 Beschäftigte in Europa einer monatelangen, nervenaufreibenden Hängepartie auszusetzen und am Ende eine nicht nachzuvollziehende Kehrtwende zu machen", sagte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Mittwoch (4. November 2009) in Frankfurt. Mit der Entscheidung von GM seien alle Zusagen aus der Vereinbarung der Arbeitnehmerseite mit Magna gegenstandslos. Es gelte der bisherige Zukunftsplan für Opel, der unter anderem eine Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2010 vorsehe. "GM hat durch jahrelange Managementfehler Opel erst in eine schwierige Lage gebracht. Es ist deshalb nur schwer vorstellbar, dass GM eine tragfähige Lösung auf den Weg bringen kann", kritisierte Huber. Für die IG Metall und die Beschäftigten bei Opel habe die Verhinderung von betriebsbedingten Kündigungen und die Sicherung von Standorten oberste Priorität, ergänzte der Gewerkschafter.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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