IG Metall lehnt Spitzengespräch ab: „Taktisches Verzögerungsmanöver“
(Berlin) - Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, sieht für ein Spitzengespräch zwischen IG Metall und Gesamtmetall derzeit keinen Anlass. „Das ist ein taktisches Manöver um die Verhandlungen zu verzögern“, sagte Huber am Mittwoch (22. Oktober 2008) in Berlin. „Es liegt nicht an den Verhandlungspartnern und den Aushandlungsmechanismen, sondern an dem fehlenden Angebot der Arbeitgeber, dass wir nicht weiterkommen.“ Huber reagierte damit auf ein Schreiben von Gesamtmetall-Präsident, Martin Kannegiesser, in dem er die IG Metall zu Verhandlungen auf Spitzenebene auffordert. Der IG Metall-Vorsitzende erwartet, in den Regionen ein verhandlungsfähiges Angebot, dann bestünde auch die Chance für einen schnellen Abschluss.
Er bezeichnete es als fahrlässig, dass die Arbeitgeber auch in diesem Jahr dem alten Ritual folgten und auf Verzögerungstaktik setzten, um einen scheinbaren Verhandlungsvorteil zu erzielen. Die IG Metall wolle einen schnellen Abschluss, um Planungssicherheit für die Unternehmen und Lebenssicherheit für die Menschen zu schaffen. „Wir tragen hier nicht nur Verantwortung für die Metall- und Elektroindustrie und ihre Beschäftigten, sondern darüber hinaus auch für die Stabilität auf den Märkten“, warnte Huber.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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