IG Metall: Mehr berufliche Integration statt Vorurteile gegen ausländische Jugendliche
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall betrachtet die Debatte um ausländische Jugendliche, Gewalt und ein schärferes Strafrecht für Jugendliche mit Sorge. Jugendkriminalität muss vorrangig durch gute Bildung und berufliche Perspektiven verhindert werden. Debatten um ein schärferes Jugendstrafrecht lenken von den tatsächlichen Problemen ausländischer Jugendlicher ab, sagte das für Migration zuständige Vorstandsmitglied der IG Metall, Wolfgang Rhode, am Dienstag (15. Januar 2008) in Frankfurt.
Rhode kritisierte, dass in der Diskussion über Gewaltkriminalität ausländischer Jugendlicher zu wenig über Ansätze zur Vorbeugung gesprochen werde. Die Schlüsselfrage für Jugendliche mit Migrationshintergrund bleibe nach wie vor der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe liege deutlich über dem Durchschnitt. Junge Migrantinnen und Migranten brauchen berufliche Perspektiven. Diesem Problem müssen sich alle in der Politik stärker annehmen, anstatt, wie in den letzten Wochen von einigen versucht, ausländische Jugendliche pauschal in die gewalttätige Ecke zu stellen, betonte Rhode.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
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