IG Metall startet bundesweite Protestaktionen gegen Rente mit 67
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall startet massive Protestaktionen gegen die von der Bundesregierung geplante Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre. Den Anfang werden am Dienstagvormittag (16. Januar 2007) mehrere tausend Beschäftigte der saarländischen Metall- und Stahlindustrie machen. Wie die IG Metall am Montag in Frankfurt weiter mitteilte, wollen bis Ende Januar Beschäftigte der Metallwirtschaft im gesamten Bundesgebiet während der Arbeitszeit gegen die Rente mit 67 demonstrieren. In den Betrieben rumort es, die Empörung bei den Arbeitnehmern über diese Pläne der Großen Koalition ist enorm, sagte Jürgen Peters, der Erste Vorsitzende der IG Metall.
Schon heute könne nur jeder fünfte Arbeitnehmer direkt aus dem aktiven Erwerbsleben mit 65 in die Rente gehen, alle anderen seien längst ausgeschieden, weil die hohen Belastungen zwangsweise früher zur Aufgabe zwingen würden, sagte Peters. Ich sehe nicht, wie sich das in Zukunft ändern sollte, deshalb ist die Rente mit 67 nichts anderes als ein Regierungsprogramm zur breiten Absenkung der Rentenbezüge, kritisierte der IG Metall Vorsitzende. Diejenigen, die es sich leisten können, werden noch mehr in die private Vorsorge stecken und die anderen laufen Gefahr, in Zukunft in Altersarmut zu geraten. Peters plädierte für einen flexiblen Eintritt in die Rente nach 40 Versicherungsjahren, spätestens jedoch im Alter von 65 Jahren. Er verlangte von der Bundesregierung eine Fortführung der 2009 auslaufenden geförderten Altersteilzeit oder eine gleichwertige Nachfolgeregelung. Spätestens wenn die jetzige Altersteilzeitregelung ausläuft, wird die Bundesregierung merken, dass sie auf einem beschäftigungspolitischen Pulverfass sitzt, mahnte Peters.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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