IG Metall startet Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie
(Andernach) Die IG Metall hat in der Nacht zum Sonnabend, 1. November 2008, nach Ende der Friedenspflicht mit ersten Warnstreiks begonnen. Punkt 0 Uhr haben Beschäftigte mehrerer Betriebe die Arbeit niedergelegt, um ihrer Forderung nach Einkommenserhöhungen von acht Prozent Nachdruck zu verleihen. Auf einer Kundgebung von Beschäftigten beim Weißblechhersteller Rasselstein im rheinland-pfälzischen Andernach verteidigte das für Tarifpolitik zuständige Vorstandsmitglied, Helga Schwitzer, die 8-Prozent-Forderung der Gewerkschaft. Eine ordentliche Lohnerhöhung ist ökonomisch geboten, denn mehr Geld in den Taschen der Menschen stärkt die Binnenkaufkraft, und das ist gut für die Konjunktur, sagte Schwitzer.
Heftige Kritik übte Schwitzer am Lohnangebot der Arbeitgeber. Das ist eine Zumutung. Ja, geradezu eine Beleidigung für jeden Einzelnen, der nicht weiß, woher er das Geld für die gestiegene Rechnung für Heizung, Miete oder Lebensmittel nehmen soll. Angesichts der anhaltenden Inflation würde eine Erhöhung der Entgelte von 2,1 Prozent zu Reallohnverlusten führen.
Schwitzer warf den Arbeitgebern vor, die Finanzmarktkrise auszunutzen, um die Beschäftigten für den Verzicht reif zu schießen. Und wenn die Blase platzt, sollen wir in der Tarifrunde die Zeche zahlen! Das können sie sich abschminken! Jetzt sind wir dran!, verlangte Schwitzer. Das Vorstandsmitglied forderte die Arbeitgeber auf, sich am Verhandlungstisch zu bewegen. Dafür werden Metallerinnen und Metaller nicht nur heute Nacht, sondern in der nächsten Woche überall vor die Tore ziehen, betonte Schwitzer. Je schneller sich etwas tut, desto besser."
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- Betriebsratswahlen beginnen – „Team IG Metall“ macht sich für sichere und gute Arbeit stark
- Große Mehrheit stimmt zu: Unternehmen müssen lokale Wertschöpfung sichern und Arbeitsplätze in Europa schaffen
- Gerechtigkeit statt Spaltung / Gemeinsame Erklärung der Gewerkschaften zur Debatte um Wirtschaft und Sozialstaat
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

