Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
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IG Metall-Stiftung prämiert mit dem Otto Brenner Preis 2007 kritischen Journalismus

(Frankfurt am Main) - Die Otto Brenner Stiftung (OBS), eine Fördereinrichtung der IG Metall, vergibt zum dritten Mal unter dem Motto „Kritischer Journalismus - Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten“ 2007 insgesamt sechs Preise und mehrere Recherche-Stipendien für junge Talente im Journalismus. Ziel des Wettbewerbs ist es, gesellschaftlich relevante aber gemessen an deren Bedeutung nicht ausreichend behandelte Themen in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Journalistinnen und Journalisten sollen zudem ermutigt werden, ungeachtet möglicher Konsequenzen unbequeme Fragen aufzugreifen und Missstände in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft klar zu benennen. Ziel des Wettbewerbs ist zudem die Prämierung von Beiträgen, die sich vom breiten Meinungsstrom der Berichterstattung durch eine eigenständige und vor allem gründliche Rechercheleistung absetzen und in Sprache, Stil und Darstellungsweise überzeugen, teilte die Pressestelle der IG Metall am Montag in Frankfurt mit. Der Preis für kritischen Journalismus orientiert sich in seinem Anspruch am politischen Vermächtnis Otto Brenners, dem Ersten Vorsitzenden der IG Metall von 1956 bis 1972 und dessen gesellschaftspolitischem Credo: „Nicht Ruhe und Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit.“

Der Otto Brenner Preis ist in diesem Jahr erstmals mit insgesamt 45 000 Euro dotiert. Eine unabhängige Jury prämiert die drei besten Beiträge (1. bis 3. Preis) im Feld des solide recherchierten Hintergrundjournalismus. In diesem Jahr wird erstmals ein Brenner Preis „Spezial“ für die beste Analyse (Leitartikel, Kommentar, Essay) vergeben. Er soll dazu beitragen, dem Trend zum sogenannten „Kikeriki-Journalismus“ und zur unkritischen Übernahme einer Mehrheitsmeinung entgegenzuwirken sowie den Mut zur klaren, pointierten und sorgfältig begründeten Meinung stärken. „Demokratie braucht Vielfalt, gerade in den kommentierenden Darstellungsformen. Der neue Preis will der Einfalt bei der Wahl der Argumente und der Perspektiven auf kontroverse Themen begegnen. Er soll das fördern, was Journalismus im Kern sein soll: Aufklärung. Der Preis will daher Texte prämieren, die anregen und aufregen“, so das Motiv der Jury. Drei Recherchestipendien sollen junge Talente unterstützen und sicherstellen, dass wichtige Themen auch von leistungsstarken Nachwuchsjournalisten angegangen und ausführlich recherchiert werden können. Die Stipendien werden in Zusammenarbeit mit der Journalistenvereinigung „netzwerk recherche“ (nr) vergeben und von erfahrenen Redakteuren betreut.

Jurymitglieder des Wettbewerbs sind Sonia Mikich (Monitor), Dr. Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung), Harald Schumann (Der Tagesspiegel), Dr. Volker Lilienthal (epd medien), Dr. Thomas Leif (netzwerk recherche) und Jürgen Peters (Verwaltungsratsvorsitzender der Otto Brenner Stiftung).

Teilnehmen und vorgeschlagen werden können alle Journalistinnen und Journalisten aus Print, Hörfunk, Fernsehen und Internet-Publikationen. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Jahrestagung der Otto Brenner Stiftung am 5. Dezember 2007 in Hannover statt.

Einsendschluss des Wettbewerbs ist Freitag, 31. August 2007.

Weitere Informationen zum Preis und zum Bewerbungsverfahren können im Internet unter www.otto-brenner-preis.de eingesehen und heruntergeladen werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall) Pressestelle Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

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