IG Metall und Betriebsräte begrüßen Einigung mit Siemens zu BenQ
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall und die Betriebsratsspitzen von Siemens und des Handyherstellers BenQ haben am Freitag die mit der Siemens AG zustande gekommene Einigung über die Unterstützung der von der Insolvenz betroffenen Beschäftigten von BenQ und der BenQ-Servicegesellschaft Inservio begrüßt. Die Proteste der Beschäftigten hätten dafür gesorgt, dass die Siemens AG über den bisherigen Rahmen hinaus Verantwortung für die mehr als 3000 von der Insolvenz Betroffenen übernimmt.
Der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, sagte: "Die Situation für die Menschen ist und bleibt bitter. Aber durch die Intervention der IG Metall konnte das Siemens-Management in die Verantwortung genommen werden."
Ralf Heckmann, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Siemens AG, zeigte sich mit dem erzielten Kompromiss zufrieden. Ralf Heckmann sagte: Eine Schadensbegrenzung ist gelungen. Aber der Fall BenQ ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie ergebnisorientierte Portfoliobereinigung in die Hose gehen kann. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft keine derartigen Hauruck Aktionen mehr stattfinden.
Michael Leucker, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats BenQ sagte: Siemens hat endlich Verantwortung übernommen. Ohne IG Metall und die Unterstützung in der breiten Öffentlichkeit hätten wir das nicht geschafft. Die ganz große Katastrophe wurde abgewendet. Für Kamp-Lintfort und Bocholt wurde viel erreicht, für München hätte Siemens mehr leisten können. Jetzt muss ein tragfähiges Fortführungskonzept her, damit soviel Arbeitsplätze gerettet werden wie möglich.
Nach wie vor müsse es darum gehen, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. IG Metall und Betriebsräte erwarten von Siemens, aber auch von der Politik, dass sie sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für dieses Ziel einsetzen. Auch die Aktivitäten des Insolvenzverwalters sollten sich darauf konzentrieren, tragfähige Lösungen zu finden, damit möglichst viele bisherige Geschäftsaktivitäten von BenQ und Inservio fortgeführt und die damit verbundenen Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Nach der vorliegenden Einigung beteiligt sich Siemens an den beiden einjährigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften. Ziel ist es, den vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Beschäftigten neue Perspektiven am Arbeitsmarkt zu eröffnen und materiell abzusichern. Siemens bleibt in der Verantwortung, nach Beschäftigungsperspektiven unter anderem durch die Öffnung des unternehmensinternen Stellenmarktes für Beschäftigte von BenQ und Inservio zu suchen. Ferner sagt Siemens zu, für diejenigen Beschäftigten, die am 31.Dezember 2007 keinen Arbeitsplatz haben, soziale Härten abzumildern. Die Auszubildenden von BenQ können ihre Ausbildung bei Siemens fortführen.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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