IG Metall unterstützt Bundesregierung bei Initiative für gute Arbeit
(Frankfurt) - Die IG Metall unterstützt die Absicht der Bundesregierung, das Europäische Sozialmodell im Sinne guter Arbeit weiter zu entwickeln. Wenn gute Arbeit bedeutet, bessere Standards für Gesundheitsschutz, mehr Schutz vor prekärer Arbeit und Lohndumping und gesundes Arbeiten bis zur Rente, wird die IG Metall ihren Beitrag dazu leisten, erklärte IG Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Rhode am Dienstag (23. Januar 2007) in Frankfurt. Gegenwärtig klaffe jedoch eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Bundesregierung selbst habe ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht. Vor allem die beabsichtigte Rente mit 67 steht im Gegensatz zu humanen Arbeitsbedingungen für ältere Arbeitnehmer, die heute viel früher gesundheitlich verschlissen sind, betonte Rhode. Erst wenn in Deutschland die EU-Richtlinien zum Gesundheitsschutz insbesondere zum Schutz vor psychischen Überlastungen konsequent umgesetzt werden, ist die Ankündigung von Franz Müntefering, mehr für gute Arbeit zu tun, glaubhaft, sagte Rhode weiter. Arbeitsminister Franz Müntefering hatte sich in der vergangenen Woche anlässlich eines Treffens mit seinen europäischen Amtskollegen für verstärkte Anstrengungen zur Förderung guter Arbeit ausgesprochen.
Rhode forderte gleichzeitig verstärkte Anstrengungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Insbesondere die psychischen Belastungen seien eines der zentralen Probleme der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts, das von Arbeitgeberverbänden jedoch nicht ernst genug genommen werde. So habe jüngst ein Grünbuch über psychische Gesundheit der Europäischen Union darauf aufmerksam gemacht, dass bis zu 27 Prozent der EU-Bürger an psychischen Beschwerden leiden und dadurch ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von drei bis vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes der EU hervorrufen werde.
Rhode verwies in diesem Zusammenhang auf die Erfahrungen aus dem IG Metall-Projekt Gute Arbeit, in dem die Gewerkschaft Betriebsräte bei der Gestaltung von Arbeit und beim Gesundheitsschutz in den Betrieben berät.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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