Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
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IG Metall unterstützt Nationalen Pakt zur Förderung von Frauen in mathematischen, ingenieur- , naturwissenschaftlichen und technischen (MINT-) Berufen

(Berlin) - Die IG Metall will den Nationalen Pakt zur Förderung von Frauen in mathematischen, ingenieur- und naturwissenschaftlichen sowie technischen (MINT-) Berufen mit eigenen Akzenten unterstützen. „Es reicht nicht aus darüber zu klagen, dass junge Frauen sich selten für MINT-Berufe entscheiden. Offenbar fühlen sich junge Frauen in den Unternehmen nicht wirklich willkommen“, kritisierte das geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall, Regina Görner, anlässlich des Auftaktveranstaltung des Pakts am Dienstag (17. Juni 2008) in Berlin. Es fehle nicht am Technikinteresse junger Frauen. Diese wollen eine interessante Berufstätigkeit aber vielfach auch eine Familie und sich nicht zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen, betonte Görner.

Junge Frauen fühlten sich dagegen in einer Arbeitswelt nicht zu Hause, die von Männern dominiert werde, in der tradierte männliche Lebensrhythmen vorherrschten und Karrieren nur unter Verzicht auf Lebensqualität möglich seien. „Die Lockrufe der Unternehmen für Frauen in MINT-Berufen werden nur ernst genommen, wenn zugleich Offenheit für Arbeitsstrukturen signalisiert wird, die den Anforderungen junger Frauen entsprechen“, sagte Görner. Das Bild der IT-Berufe in der Öffentlichkeit sei noch viel zu sehr vom Typ der „Rund-um-die-Uhr-Arbeit“ geprägt, bei der man dem Unternehmen jederzeit mit Haut und Haaren zur Verfügung stehen müsse. Viele gut qualifizierte Frauen bevorzugten daher Alternativen in anderen Berufen.

Görner appellierte an die Unternehmen, bei der Personalrekrutierung gezielt mit Arbeitsbedingungen zu werben, die den Bedürfnissen junger Frauen und zunehmend auch junger Männer entgegenkommen. „Frauen wie Männer wollen „Gute Arbeit“, zu der mehr als nur eine adäquate Bezahlung gehört“, sagte Görner. Dazu zählen ebenso Arbeitsplatzsicherheit, Gestaltungsspielräume und die Möglichkeit, Kompetenzen einbringen zu können. „Wenn die Unternehmen die Forderungen unserer Betriebsräte zur „Guten Arbeit“ umsetzen, werden technisch-naturwissenschaftliche Arbeitsplätze auch für junge Frauen attraktiv“.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall) Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

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