IG Metall: Verkauf von Standorten und Arbeitsplatzabbau löst Airbus-Krise nicht
(Hamburg) - Scharfe Kritik am Sanierungskonzept der Airbus-Führung hat der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, geübt. Der Verkauf von Standorten, die Ausgliederung von Kernkompetenz und der Abbau von zehntausend Arbeitsplätzen, das alles trägt nicht zur Lösung der Airbus-Krise bei, sagte Peters am Freitag (16. März 2007) auf einer Protestkundgebung anlässlich des europaweiten Airbus-Aktionstages in Hamburg. Gegen diese Pläne setzen sich die Beschäftigten an allen Standorten europaweit zu Recht zur Wehr. Es komme jetzt darauf an, die wirklichen Probleme bei Airbus anzupacken. Das gehe nur zusammen mit der Belegschaft. Niemals gegen sie, betonte Peters.
Der IG Metall-Vorsitzende nannte als wesentliche Ursache für die Probleme des Unternehmens Fehlleistungen des Managements. Die angespannte Lage bei Airbus fällt in die Verantwortung des Top-Managements! Die haben den Karren in den Dreck gefahren, kritisierte Peters. Die einen machen die Fehler und die Beschäftigten sollen dafür zahlen. Das machen wir nicht mit. Wir erwarten ein tragfähiges Konzept, das die insgesamt erfolgreiche Struktur bei Airbus erhält. Das Unternehmen sei nach wie vor ein Hochtechnologieunternehmen mit produktiven und konkurrenzfähigen Standorten. In den vergangenen Jahren habe Airbus immer wieder hohe Gewinne eingefahren.
Peters appellierte an die Politik, den unterstützenden Worten auch konkrete Taten folgen zu lassen. Insbesondere die Bundesregierung müsse stärker ihren Einfluss geltend machen, forderte Peters.
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Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
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