IG Metall weist Forderung nach Absenkung der Ausbildungsvergütungen zurück
(Frankfurt am Main) - IG Metall-Vorstandsmitglied Regina Görner hat die Forderungen von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nach Absenkung von Ausbildungsvergütungen in Betrieben, die über Bedarf ausbilden, zurückgewiesen: Das ist doch kalter Kaffee: Warum sollen ausgerechnet die Auszubildenden für die Überbedarfausbildung bezahlen? Hier sind doch die gefordert, die davon profitieren: die Betriebe, die nicht oder zu wenig ausbilden! Ein Umlagesystem zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben ist deshalb seit langem fällig und die einzig sinnvolle Lösung. In der Bauwirtschaft funktioniert so etwas schon seit Jahrzehnten, sagte Görner am Freitag in Frankfurt.
Als schiere Unverschämtheit bezeichnete Görner die Forderung Hundts, die Ausbildungsvergütungen an der außerbetrieblichen Ausbildung zu orientieren: Auszubildende im Betrieb verursachen nicht nur Kosten, sie erwirtschaften während der Lehrzeit - anders als in der außerbetrieblichen Ausbildung - auch erhebliche Erträge. In manchen Branchen sind diese so hoch, dass Nettokosten für die ausbildenden Betriebe überhaupt nicht oder nur in sehr geringem Umfang entstehen. Die Forderung Hundts ist ein erneuter Beleg für die Unersättlichkeit, mit der Arbeitgeber Umverteilung zu Lasten der Beschäftigten betreiben.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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