IG Metall wirft Druckmaschinenherstellern "perspektivloses Lohndumping" vor
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat den deutschen Druckmaschinenherstellern "perspektivloses Lohndumping" vorgeworfen. In einer gemeinsamen Erklärung haben die Betriebsräte der Druckkonzerne einer Rückkehr zur 40-Stundenwoche und Lohnabsenkungen eine klare Absage erteilt. "Wir organisieren die Solidarität derjenigen, die gegeneinander ausgespielt werden, und prüfen gemeinsame Aktionen bis hin zu Protestveranstaltungen der Belegschaften", erklärte der Leiter der IG Metall-Tarifabteilung, Armin Schild, am Mittwoch in Frankfurt.
In Abstimmung mit der IG Metall verabschiedeten die Betriebsratsvorsitzenden der sechs Druckmaschinenhersteller MAN Roland, Heidelberger Druckmaschinen, König&Bauer, Kochsiek, Fischer&Krecke sowie Windmöller&Hölscher am Mittwoch eine gemeinsame Erklärung. Darin sprechen sich die Arbeitnehmervertreter vehement gegen Forderungen der Unternehmen nach einer Arbeitszeitverlängerung und Lohnsenkung aus. "Mit uns gibt es kein Zurück zur 40-Stunden-Woche als Regelarbeitszeit", heißt es in dem Papier. Die geltenden Tarifverträge stellten nicht verhandelbare Mindestbedingungen dar, von denen nicht abgerückt werden dürfe.
Die knapp 40 000 Beschäftigten der Branche dürften nicht durch die permanenten Lohnsenkungsforderungen der Konzernleitungen verunsichert werden. Prozessoptimierung und technische Innovationen seien die zeitgemäße Antwort, um den Beschäftigungsstand in der Druckmaschinenbranche zu halten. Die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche würde hier über 2 500 Arbeitsplätze kosten, teilte die IG Metall weiter mit.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IGM)
Lyoner Str. 32, 60528 Frankfurt
Telefon: 069/6693-0, Telefax: 069/6693-2843
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