Pressemitteilung | Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
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IGLU-Studie unterstreicht die Erfolgschancen bildungspolitischer Anstrengungen / Jetzt gilt es, die Schere zwischen Kindern unterschiedlicher sozialer Herkunft zu schließen

(Berlin) - Deutschlands Grundschüler schneiden mit ihrer Leseleistung im weltweiten Vergleich gut ab. Wie die IGLU-Studie jedoch herausstellt, unterscheiden sich Schülerinnen und Schüler aus den unteren und oberen sozialen Schichten in ihren Leseleistungen erheblich. Die Differenz liegt in Deutschland bei 67 Punkten und damit über dem internationalen Mittelwert. „Wir freuen uns über das Ergebnis der IGLU-Studie, weil es zeigt, dass pädagogische und bildungspolitische Anstrengungen an Schulen erfolgreich sind.

Allerdings kann das Ergebnis hinsichtlich der Bildungschancen von benachteiligten Kindern nicht befriedigen. Noch immer werden Bildungsbiografien in Deutschland sozial vererbt", so Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes, heute (29. November 2007) in Berlin.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die gezielte Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund über ein Bildungsprogramm, das um interkulturelle Inhalte ergänzt wird, eine gezielte Sprachförderung sicherstellt und die Beteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund in besonderer Weise berücksichtigt. Deshalb besteht in dieser Richtung sofortiger Handlungsbedarf. Sprachförderung muss so früh wie möglich, d.h. spätestens in Kindertagesstätten, einsetzen. Da die Sprachkompetenz der Familien, insbesondere die der Mütter, eine zentrale Rolle spielt, sollten in die Sprachförderprogramme die Familien einbezogen werden. Hier sind bundeseinheitliche Regelungen notwendig, der
Verweis auf Länderzuständigkeiten muss aufgrund des Problemdrucks in diesem Bereich in den Hintergrund rücken. Ein Schlüssel für die soziale Integration und zur Vermeidung von Ausgrenzung ist zudem die gezielte Ausweitung von Partizipationsmöglichkeiten für Kinder an Schulen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Kinderhilfswerk e.V. Michael Kruse, Pressesprecher Leipziger Str. 116-118, 10117 Berlin Telefon: (030) 3086930, Telefax: (030) 2795634

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