IMK: Europäischer Arbeitskostenvergleich bestätigt deutsche Position im Mittelfeld
(Düsseldorf) - Die Arbeitskosten in der deutschen Privatwirtschaft liegen im europäischen Mittelfeld. Das bestätigen die heute (9. Februar 2007) vorgelegten endgültigen Ergebnisse aus der Arbeitskostenerhebung des Statistischen Bundesamtes. Zwar hat sich die Rangfolge der EU-Länder im Vergleich zu Teilergebnissen, die das Amt zuvor veröffentlicht hatte, leicht verändert. Insgesamt bestätigen die Daten aber die Kernergebnisse des europäischen Arbeitskosten-Vergleichs, den das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung im vergangenen Jahr angestellt hat*: Die Arbeitskosten in Deutschland sind geringer als die Arbeitskosten bei wichtigen nord- und westeuropäischen Handelspartnern.
Im Verarbeitenden Gewerbe und den Marktbestimmten Dienstleistungsbereichen waren die Arbeitskosten im - statistisch letzten erfassten - Jahr 2004 in Dänemark, Schweden, Belgien, Luxemburg und Frankreich höher als in der Bundesrepublik. "Wir begrüßen ausdrücklich, dass das Statistische Bundesamt bei seinem europäischen Vergleich - ebenso wie das IMK - auch die Daten für die Gesamtwirtschaft berücksichtigt", sagt IMK-Forscher Peter Hohlfeld . "Diese Zahlen sind aussagefähiger als einseitige Beschränkungen auf die Arbeitskosten in der Industrie." Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft einschätzen zu können, sind nach Auffassung des IMK allerdings die Lohnstückkosten maßgeblich. Die sind in den vergangenen drei Jahren in Deutschland gesunken, nachdem sie zuvor nur geringfügig gestiegen waren - damit liegen die deutschen Lohnstückkosten heute wieder auf dem Niveau von 1995.
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Hans-Böckler-Stiftung
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