Imker klagen gegen Gen-Mais-Anbau
(Berlin) - Da der Schutz des Honigs vor Verunreinigung durch Gentechnik nicht gewährleistet ist, haben Imker nun Rechtsmittel eingelegt. Damit soll erreicht werden, dass der Gen-Mais MON 810 im Umfeld der Bienenstöcke nicht mehr angebaut werden darf.
Imker Karl Heinz Bablok: Honig mit Genpollen wird von meinen Kunden abgelehnt und das zu Recht!. Er und seine Berufskollegen sehen sich dadurch in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.
In diesem Jahr soll der Mais MON 810 auf etwa 3.700 Hektar angebaut werden. Blütenpollen dieser Maissorte können auch in den Honig gelangen. Für den Mais MON 810 ist keine Lebensmittel-Sicherheitsprüfung nach aktuellem EU-Zulassungsrecht erfolgt. Er hat damit keine Zulassung als Bestandteil von Lebensmitteln.
Imker weisen immer wieder darauf hin, dass der Flugradius der Honigbienen mehrere Kilometer beträgt und sich nicht auf gentechnikfreie Flächen beschränken lässt. Politik und die Gentechnik-Unternehmen haben bisher kein Konzept vorgelegt, wie auch künftig Honig ohne Gentechnik erzeugt werden kann.
Unterstützt werden die Imker unter anderem von Mellifera e.V., Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Assoziation ökologischer Lebensmittel Hersteller (AÖL) und dem Demeter-Bund e.V. Wir brauchen jedoch noch weitere Unterstützung, auch von Einzelpersonen betont Imkermeister Thomas Radetzki von Mellifera e.V.
Die betroffenen Imker haben ein notariell geführtes Treuhandkonto eingerichtet und bitten um Unterstützung. Volksbank Schwarzwald-Neckar, BLZ 642 920 20, Konto Nr. 452 162 033, Kontoinhaber: Notar Maier, Oberndorf (Vermerk: Mais Rechtshilfe).
Quelle und Kontaktadresse:
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)
Pressestelle
Marienstr. 19-20, 10117 Berlin
Telefon: (030) 28482-300, Telefax: (030) 28482-309
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