Immobilienmärkte sind Stabilitätsfaktoren / Mieterbund begrüßt Gutachten des Deutschen Verbandes
(Berlin) - "Wir begrüßen, dass erstmals die Immobilienmärkte in Deutschland aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive betrachtet wurden", erklärte der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, anlässlich der Vorstellung des Gutachtens des Deutschen Verbandes (DV) und der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif) am 23. Juli 2009. "Die Immobilienmärkte in Deutschland sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern einer der wichtigsten Stabilitätsfaktoren in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise. Hier gab es keine Immobilienblasen, sondern hier wurde immer auf eine solide Finanzierung und vernünftige Eigenkapitalquote geachtet. Das macht sich jetzt bezahlt."
Der Deutsche Mieterbund bestätigt auch, dass in den letzten Jahren die Energie- und Betriebskosten deutlich stärker gestiegen sind als die Mieten. Die Wohnkostenbelastung dürfte zwischenzeitlich aber bereits über 25 Prozent (ohne Nebenkosten) bzw. 30 Prozent (mit Nebenkosten) liegen.
"Nach unserer Einschätzung müssen Mieter heute durchschnittlich 34 bis 35 ihres Nettoeinkommens für die Wohnkosten insgesamt zahlen. Einkommensschwächere Haushalte haben häufig eine Wohnkostenbelastung von mehr als 40 Prozent", sagte Rips. "Einer der Gründe hierfür sind die ständig steigenden Energiepreise. Hier müssen jetzt wirkungsvolle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, insbesondere im Wohnungsbestand, eingeleitet werden."
Rips betonte, dass auch der Deutsche Mieterbund die Einbeziehung der Immobilien in die private Altersvorsorge unterstütze. "Die Riester-Rente darf aber nicht auf selbst genutztes Wohneigentum beschränkt bleiben. Sie muss stattdessen auch für vermietetes Eigentum offen stehen", forderte Mieterbund-Präsident Rips.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Mieterbund e.V. (DMB)
Pressestelle
Littenstr. 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 223230, Telefax: (030) 22323100
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