Industrie verurteilt Handel mit illegalen Pflanzenschutzmitteln
(Frankfurt am Main) - Die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland verfolgen mit Sorge den jetzt aufgedeckten Fall des Imports verbotener Pestizide nach Deutschland. "Wir verurteilen solche Geschäfte aufs Schärfste", so IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler. "Das betrifft sowohl die kriminellen Aktivitäten des Hamburger Chemikalienhändlers als auch die offenbare Bereitschaft einzelner Anwender, verbotene oder nicht zugelassene Ware einzusetzen."
Momentan sieht es danach aus, dass die illegalen Mittel nicht bei Nahrungspflanzen angewandt wurden. Das entlastet die Beteiligten jedoch keinesfalls. Pflanzenschutzmittel in Europa durchlaufen ein strenges Zulassungsverfahren. Erst wenn sie das amtliche Gütesiegel besitzen, dürfen sie auf den Markt kommen. Damit ist ein umfassender Schutz von Mensch und Umwelt garantiert. "Wer Pflanzenschutzmittel ohne Zulassung verkauft oder anwendet, verursacht nicht nur vermeidbare Risiken. Er bringt die gesamte Branche in Verruf, die Hersteller der Mittel ebenso wie die Landwirtschaft", so Koch-Achelpöhler.
Die IVA-Mitgliedsfirmen gehen deshalb selbst gegen den Handel mit illegalen Pestiziden vor, soweit das in ihren Möglichkeiten liegt. Eigentliche Kontrollinstanz sind jedoch die Länderbehörden. Sie können diese Funktion aber nur wirkungsvoll wahrnehmen, wenn sie über das nötige Personal verfügen. "Unter diesem Aspekt sollten die Länder prüfen, ob die Stellenkürzungen bei den amtlichen Pflanzenschutzdiensten nicht über das Verträgliche hinausgegangen sind", erklärt Verbandschef Koch-Achelpöhler.
Quelle und Kontaktadresse:
Industrieverband Agrar e.V. (IVA)
Hannelore Schmid, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mainzer Landstr. 55, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 2556-1281, Telefax: (069) 2556-1298
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