Pressemitteilung | ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
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Industriekonjunktur bleibt robust

(München) - Der wirtschaftliche Aufschwung hat nicht nur wenige Teilbranchen des deutschen verarbeitenden Gewerbes erfasst, sondern zieht sich quer durch alle Sektoren und eine Vielzahl von Branchen. Dies geht aus Detailauswertungen des ifo Konjunkturtests und Daten der amtlichen Statistik hervor, wie das Münchner ifo Institut in seinem neuen ifo Schnelldienst zeigt.

Unternehmen der Vorleistungs- und Investitionsgüterindustrie profitieren am stärksten vom derzeitigen Boom. Die ifo Konjunkturtestteilnehmer aus den beiden Sektoren beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage besser als in allen Boomphasen seit 1991. Zudem bewerten per saldo fast 30 Prozent der Vorleistungsgüterhersteller und fast ein Viertel der Investitionsgüterhersteller ihre Ertragslage als gut.

Auch in der Konsumgüterindustrie macht sich die Aufwärtsentwicklung bemerkbar, wenn auch verhaltener. Allerdings kommen die Impulse hauptsächlich aus dem Ausland. Die Konsumgüterbranche konnte ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den Auslandsmärkten in den vergangenen Jahren stärker erhöhen als die Vorleistungsgüterindustrie. Die Ertragslage bleibt aber, zumindest bei den Herstellern langlebiger Gebrauchsgüter, eher angespannt.

ifo Architektenumfrage: Geschäftslage weiter verbessert

Nach den Ergebnissen der vierteljährlichen Umfrage des ifo Instituts bei den freischaffenden Architekten hat sich das Geschäftsklima zu Beginn des zweiten Quartals 2007 weiter aufgehellt. Der Klimawert ist mittlerweile wieder so gut wie vor rund sieben Jahren. Die befragten Architekten waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufriedener als im Vorquartal; per saldo bezeichnete jeder fünfte freischaffende Architekt seine derzeitige Auftragssituation als „gut“. Die Perspektiven wurden zwar etwas ungünstiger eingeschätzt, doch noch immer erwartet der größte Teil der Befragten keine Veränderung (rd. 70 Prozent).

Über die Hälfte der freischaffenden Architekten konnte im ersten Quartal
2007 neue Verträge abschließen. Das geschätzte Bauvolumen lag dabei rund 20 Prozent unter dem Niveau des Vorquartals. Zwar wies der Wohnungsbau ein Plus von einem Zehntel auf, doch ging das akquirierte Planungsvolumen im Nichtwohnungsbau um fast ein Drittel zurück.

Quelle und Kontaktadresse:
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Pressestelle Poschingerstr. 5, 81679 München Telefon: (089) 92240, Telefax: (089) 985369

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