Pressemitteilung | Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)

Industrieproduktion: Leichte Erholung im kommenden Jahr

(Berlin) - Die Industrie kommt nicht in Schwung. Der Produktionsverlauf im produzierenden Gewerbe (ohne Bau) war in diesem Jahr durch Schwäche gekennzeichnet. Aufgrund des hohen Niveaus zum Jahresanfang wird die jahresdurchschnittliche Zuwachsrate aber noch ein positives Vorzeichen haben. Sie wird sich auf etwa 0,4 Prozent belaufen. Im verarbeitenden Gewerbe, also ohne die Energiewirtschaft, stagniert die Produktion. Die von den USA und Japan ausgehenden Aufschwungkräfte werden im Jahr 2004 die Nachfrage nach Vorleistungs- und Investitionsgütern anregen. Trotz dieser Impulse bleibt die Binnennachfrage schwach. Deshalb wird der Produktionsanstieg in der Industrie - verglichen mit den Aufschwungphasen 1993, 1996 und 1999 – mit etwa 1 Prozent nur sehr gering ausfallen.

Selbst diese gedämpfte Erwartung birgt nicht unerhebliche Risiken. Durch den hoch bewerteten Euro ist die deutsche Industrie einem starken Preisdruck ausgesetzt. Die dadurch größer werdende Unsicherheit bei den Gewinnerwartungen kann die Unternehmen dazu veranlassen, ihre Investitionspläne zu revidieren. Die Investitionsgüterindustrie würde auf dem Inlandsmarkt unter weiteren Nachfrageausfällen leiden. Sollte sich darüber hinaus die Konjunktur in den USA nicht so günstig wie angenommen entwickeln, würde dies die in Deutschland produzierenden Unternehmen zusätzlich belasten.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Königin-Luise-Str. 5, 14195 Berlin Telefon: 030/897890, Telefax: 030/89789200

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