Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Ingrid Sehrbrock bei der Kultusministerkonferenz: „Ausbildungsreife ist keine Frage der Noten“

(Berlin) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund will die Chancen von Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf erhöhen. Die von den Wirtschaftsverbänden häufig als Hindernis bezeichnete mangelnde „Ausbildungsreife“ von Jugendlichen dürfe nicht länger als Grund für die immer mehr verbreitete Ausbildungsverweigerung der Betriebe gelten. „Vielmehr ist es eine Herausforderung, an der alle Beteiligten arbeiten müssten“, sagte Ingrid Sehrbrock, Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstandes des DGB. „Die notwendige Reife für eine Berufsausbildung ist keine Frage der Noten, Ausbildungs- und Studienabbrüche von über 20 Prozent sind keine „Betriebsunfälle“, sondern wir lassen Jugendliche, Lehrkräfte und Ausbildungsbetriebe mit dem Übergang von Schule in Ausbildung allein“ so Ingrid Sehrbrock am Donnerstag anlässlich eines Treffens mit der Kultusministerkonferenz.

„Wir haben auch in Deutschland gute Beispiele, wie Übergangsmanagement nicht zu Missmanagement führen muss.“ Das bisherige punktuelle Engagement reiche aber nicht. „Wir müssen die Möglichkeiten für Beratung, Begleitung, Rückkoppelung über Ergebnisse, Förderung und Berufsorientierung flächendeckend verbessern.“

Die zentralen Anforderungen des DGB für ein solches Übergangsmanagement sind:

- Der bundesweite Aufbau von Beratungsangeboten vor allem der Bundesagentur für Arbeit zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern in allen Jahrgangsstufen.
- Dazu ist es auch notwendig, die Rahmenvereinbarung zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Bundesagentur für Arbeit auf lokaler Ebene (Benennung wechselseitiger Ansprechpartner) weiterzuentwickeln.

- Die örtlichen Berufsinformationszentren der Arbeitsagenturen müssten erhalten, besser noch ausgebaut werden

- Mehrfache Schülerbetriebspraktika sollten in den Sekundarstufen I und II verbindlich werden.

- Darüber hinaus macht sich der DGB für vertraglich geregelte Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben/Verwaltungen stark.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Hilmar Höhn, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060324

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