Pressemitteilung | Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
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Innovative und schonende Methoden der Medizintechnologie werden in das bundesweite Programm zur Brustkrebsvorsorge aufgenommen

(Berlin) - Die Vakuumbiopsie, ein schonendes Verfahren der Medizintechnologie, ist in das bundesweite Mammographie-Screening-Programm zur Früherkennung von Brustkrebs und in die ambulante kurative Brustkrebsdiagnostik aufgenommen worden. „Damit ist ein innovatives und schonendes Verfahren bei der Brustkrebsprävention bundesweit gesichert. Die Aufnahme in das Mammographie-Screening-Programm leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualitätserhöhung und sichert den betroffenen Frauen den Zugang zu einem schonenden Diagnoseverfahren“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.

Dieser Beschluss sei ein wichtiger Schritt für die Versorgung der Frauen und fördere die notwendigen Maßnahmen zur effizienten Früherkennung und Diagnostik. Durch diese Entscheidung könne auch die Akzeptanz des bundesweiten Mammographie-Screenings erhöht werden, so der BVMed.

Brustkrebs ist die am weitesten verbreitete Krebsart in Europa und die Todesursache Nummer eins bei Frauen im Alter zwischen 35 und 64. In Deutschland erkrankt etwa jede zehnte Frau an Brustkrebs. In der Brustkrebsdiagnostik stellen so genannte nicht tastbare Befunde (Mikroverkalkungen) eine besondere Herausforderung dar. Die operative Abklärung dieser Befunde ist in rund 70 bis 80 Prozent der Fälle gutartig. Diesen Frauen kann durch die neue Methode eine offene Biopsie, die bis vor kurzer Zeit noch als „Gold-Standard“ angesehen wurde, und das damit verbundenen Trauma, erspart bleiben.

Die Vakuumbiopsie ist eine minimal-invasive, diagnostisch sichere Methode, die eine wesentlich geringere körperliche und psychische Belastung für die betroffenen Frauen bedeutet. Den Patientinnen wird ein operativer Eingriff unter Vollnarkose erspart. Sie können die Klinik gleich nach dem Eingriff wieder verlassen. Das Verfahren hat damit auch ökonomische Vorteile. Die Vakuumbiopsie ist bereits fester Bestandteil verschiedener internationaler und deutscher Leitlinien. Bisher wurde die Vakuumbiopsie nur im Rahmen einzelner Projekte, beispielsweise dem Bayerischen Mammographiescreening-Projekt oder dem Modellprojekt Qualitätsgesicherte Mamma-Diagnostik (QuaMaDi), ambulant erstattet.

Neben der Förderung dieses medizintechnischen Verfahrens unterstützt der BVMed auch die zusätzliche Vergütung des Markierungsclips. Dies stellt eine Absicherung sowohl für die Patientin als auch für den Arzt dar, der im Rahmen von Nachsorgeuntersuchungen eine langfristige sichere Kontrolle durchführen kann. Die Clips dienen zudem zur Lokalisation für den Chirurgen bei einem eventuell erforderlichen operativen Eingriff.

Darüber hinaus sieht der BVMed die Bundesempfehlung zur separaten Finanzierung des Lagerungstisches als einen wichtigen Schritt zur Deckung der hohen Investitionskosten an. Inkonsequent sei jedoch, dass dabei die Investitionskosten für das Vakuumbiopsiesystem von dieser Regelung ausgenommen sind.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed) Manfred Beeres, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 29b, 10117 Berlin Telefon: (030) 246255-0, Telefax: (030) 246255-99

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