Integrative Schulen machen Schule / Bildungsgewerkschaft zur Verleihung des deutschen Schulpreises durch den Bundespräsidenten
(Frankfurt am Main) Integrative Schulen machen Schule. Die GEW stellt mit Freude fest, dass die ersten Preisträger des renommierten deutschen Schulpreises integrative staatliche Schulen sind, sagte Marianne Demmer, Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), heute (11. Dezember 2006) in Frankfurt a.M. Die Einrichtungen zeigten ein modernes Gesicht von Schule, das sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen kann und im Wesentlichen den schulpolitischen Vorstellungen der Bildungsgewerkschaft entspricht. Die Entscheidung der Jury gebe wichtige Impulse für die Debatte über Schulqualität in Deutschland, weil sie den Blick auf die Qualität von Schulen nicht auf PISA-Punkte oder Abiturnoten verenge.
Für Eltern gibt der Schulpreis das Signal: Man muss nicht auf private Schulen ausweichen, der Einsatz für gute staatliche Schulen lohnt sich, betonte Demmer. Endlich erhalten Grund- und integrierte Gesamtschulen die öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung, die sie schon lange verdient haben. All jene Bildungspolitiker sollten nachdenklich werden, die bislang aus Überzeugung oder Feigheit nicht wahrhaben wollen, dass es vor allem
Grund- und integrierte Gesamtschulen sind, die eine Pädagogik der Vielfalt entwickeln und mit ihren pädagogischen Innovationen wichtige Schulentwicklungsarbeit leisten.
Die Siegerschulen lägen alle in zurzeit konservativ regierten Bundesländern. Konservative Kultusminister ernten jetzt die Ergebnisse einer Reformpolitik, die von ihren Parteien seit 30 Jahren bekämpft wird, unterstrich die Gewerkschafterin. Sie appellierte vor allem an diese Kultusminister, sich nicht nur stolz mit den Preisträgern ablichten zu lassen, sondern mit dem Gerede von der Kuschelpädagogik und den Anfeindungen gegen integrierte Gesamtschulen endlich Schluss zu machen. Es ist Zeit Schulfrieden zu schließen sowie den großen Erfahrungsschatz der Grund- und integrierten Gesamtschulen im Umgang mit Vielfalt anzuerkennen und zu würdigen. Dieser Schatz muss jetzt gehoben und auch von anderen Schulen genutzt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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