Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Irischer und Deutscher Bauernverband übergeben Resolution an Bundesregierung / Gemeinsame Erklärung von Bauernverbänden mit 165 Millionen Mitgliedern

(Berlin) - Unter der Federführung des europäischen Bauernverbandes COPA haben Bauernverbände aus der ganzen Welt - von Burkina Faso bis Indien - eine gemeinsame Erklärung zu WTO verabschiedet. In der Erklärung fordern die europäischen Bauern faire Handelsregeln, die der Bedeutung einer nachhaltigen Landwirtschaft Rechnung tragen. Während in Potsdam die sogenannten „G4“ (EU, USA, Brasilien und Indien) eine Einigung in Handelsfragen beraten, übergaben der Deutsche und Irische Bauernverband diese Erklärung an Dr. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Koordinator der Bundesregierung für Handelsfragen. Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Norbert Schindler und der Generalsekretär, Dr. Helmut Born, sowie der Präsident des Irischen Bauernverbandes, Padraig Walshe und der Generalsekretär Michael Berkery appellierten dabei an die Bundesregierung als amtierende Ratspräsidentschaft, die Belange der europäischen Land- und Ernährungswirtschaft in den laufenden WTO-Verhandlungen nicht einseitig als Verhandlungsmasse einzusetzen. Die EU habe bereits ein substanzielles Angebot gemacht. Von anderen führenden WTO-Mitgliedern wie den USA, Brasilien und Indien dagegen gebe es bisher kein werthaltiges Gegenangebot. Die Präsidenten erinnerten an die den EU-Landwirten gemachte feste Zusicherung, dass sich die Minister auf keinen Handelsdeal einlassen würden, der über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik aus dem Jahr 2003 hinausgeht.

Die Bauernverbände warnten davor, die nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft durch Handelsregeln zu untergraben, die nur im Interesse einiger weniger großer Agrarexporteure festgelegt würden. In der gemeinsamen Erklärung der Verbände mit 165 Millionen Landwirten als Mitglieder wird ausdrücklich betont, dass alle WTO-Mitglieder das Recht haben müssen, den nicht-handelsbezogenen Anliegen wie Umwelt- oder Tierschutz gerecht zu werden sowie eine angemessene Anzahl von Produkten als sensibel einzustufen, um Verwerfungen auf den heimischen Märkten zu vermeiden. Der Erhalt eines wirksamen Außenschutzes, gerade für sensible Produkte wie zum Beispiel Milch, Rindfleisch oder Zucker, sei für Zukunftsperspektiven nachhaltig wirtschaftender Bauernfamilien unerlässlich, betonten die Bauernverbände.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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