Pressemitteilung | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)

IWF-Prognose muss alle politisch Verantwortlichen aufr√ľtteln

(Berlin) - Die am 13. April ver√∂ffentlichte, ganz und gar negative Wachstumsprognose des Internationalen W√§hrungsfonds muss alle politischen Verantwortlichen aufr√ľtteln, keine halben Sachen mehr zu beschlie√üen, sondern die Probleme mit durchgreifenden Ma√ünahmen entschlossen anzugehen. Der IWF hat die Prognose f√ľr das Wirtschaftswachstum in Deutschland f√ľr das laufende Jahr mehr als halbiert. Im Vergleich zu Europa wurde damit Deutschland √ľberproportional nach unten korrigiert. Deutschland bleibt weiterhin der Bremsklotz f√ľr die wirtschaftliche Entwicklung in Europa, erkl√§rte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb√§nde (BDA) am 13. April in Berlin.

Unsere Probleme sind im wesentlichen hausgemacht und k√∂nnen deshalb auch von uns selbst gel√∂st werden. Wir haben Grund zur Zuversicht, wenn wir vorgehen wie andere L√§nder mit vergleichbaren Problemen. Finnland hat es innerhalb von zehn Jahren geschafft, sein Defizit von 7,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts abzubauen und einen √úberschuss von 2,5 Prozent zu erwirtschaften. Gro√übritannien hat im selben Zeitraum seine Arbeitslosenquote halbiert und die Niederlande ihre Besch√§ftigungsquote um knapp 10 Prozent gesteigert. D√§nemark hat seine Langzeitarbeitslosenquote um die H√§lfte verringert und Irland konnte in den letzten zehn Jahren sein BIP pro Kopf um √ľber ein Drittel steigern. Diese L√§nder haben es geschafft, durch entschlossene Reformen ihre Misere selbst zu beenden. Wir k√∂nnen dies auch schaffen, wenn wir nur genauso konsequent handeln, wie es unsere europ√§ischen Nachbarn uns vorgemacht haben, erkl√§rte die BDA.

In Deutschland m√ľssen die begonnenen Reformen nun konsequent fortgesetzt werden. Die n√§chsten 18 Monate bis zur Bundestagswahl d√ľrfen in keinem Fall Stillstand bedeuten. Die Agenda ist klar: Die Unternehmenssteuerreform muss angepackt, die √∂ffentlichen Haushalte m√ľssen konsolidiert, die sozialen Sicherungssysteme reformiert und der deutsche Arbeitsmarkt muss flexibilisiert werden. Wir k√∂nnen uns nicht l√§nger Ank√ľndigungsrethorik leisten, sondern brauchen echte Reformtatkraft, sagte die BDA.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA) Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: 030/20330, Telefax: 030/20331055

NEWS TEILEN: