Pressemitteilung |

Jährliches CEO-Treffen der Softwareindustrie: „Die eigentliche digitale Revolution steht noch bevor“ / Softwareindustrie fordert erhöhtes Augenmerk für Cyber Security

(München) - Einen positiven Ausblick auf die Zukunft der IT-Industrie gaben die CEOs der weltweit führenden IT-Unternehmen auf dem von der Business Software Alliance (BSA) ausgerichteten Global Tech Summit in Washington D.C. Einer Studie der IDC zufolge werden in zehn Jahren 65 Prozent aller Internet-Surfer über mobile Geräte auf das Web zugreifen. Die Zahl der Nutzer von Online-Games steigt auf über 100 Millionen.

Wirtschaftlich erwartet die Führung der Software-Industrie ein starkes Wachstum der IT-Branche. Das Volumen des Internethandels kann um das sechsfache auf jährlich 6 Billionen US-Dollar ansteigen, wenn es gelingt, die Sicherheit der Online-Transaktionen zu verbessern. Zu diesem Zweck haben die versammelten Hard- und Softwareunternehmen auf der GTS die BSA-Arbeitsgruppe für Informationssicherheit ins Leben gerufen.

Die CEOs (Chief Executive Officer) der BSA-Mitgliedsunternehmen fanden sich am 8. Oktober zum siebten jährlichen CEO Forum zusammen. Auf der Tagesordnung standen Gespräche mit Regierungsvertretern, um die Umsetzung wirtschaftlicher, rechtlicher und technischer Rahmenbedingungen zum Vorteil von Nutzern, Unternehmen und der Weltwirtschaft zu diskutieren. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden am Tag darauf auf der Global Tech Summit (GTS)-Konferenz in fünf Forderungen zusammengefasst:

1) Investitionen in Innovation. Öffentliche und private Investitionen in die Forschung beschleunigen die Entwicklung und bringen Vorteile für Kunden und Unternehmen.
2) Schutz des geistigen Eigentums. Ohne einen nachhaltigen Schutz werden keine Investitionen getätigt, und weder Software-Entwickler noch Computerhersteller wären in der Lage, weiterentwickelte Produkte anzubieten.
3) Nutzerorientierung. Dies umfasst einfach zu bedienende, sichere und verlässliche Software, die sich an jedes Geschäftsumfeld anpassen lässt.
4) Geschäftsprozesse müssen mit der technologischen Entwicklung Schritt halten. Neue Liefer-, Entwicklungs- und Einsatztechniken eröffnen hier neue Möglichkeiten.
5) Mehr Investition in die Qualifizierung der Arbeitnehmer. Um den Vorteil jeder Innovation ausnutzen zu können, ist ein erstklassiges Ausbildungssystem nötig. Um die besten Köpfe zu gewinnen und zu halten, muss deren Entlohung auch an die Erfolge des Unternehmens gekoppelt sein.

„Heute schon ist dank kommerzieller Software jeder Geschäftsprozess effizienter und jeder Mitarbeiter produktiver“, erklärt Robert Holleyman, President und CEO der BSA. „Ganz gleich um welche Branche es sich handelt: Software definiert den Begriff der Produktivität neu. Die nächste Generation bahnbrechender Neuerungen steht kurz bevor, denn Wireless-Technologien, Nanotechnologie, Grid Computing und viele andere Bereiche haben großes Potential, den Arbeitsalltag zu revolutionieren.“

Strategiepapier und Arbeitsgruppe für die Informationssicherheit

Als Teil ihres Meetings gaben die CEOs der BSA-Mitglieder die Gründung der Arbeitsgruppe für Informationssicherheit bekannt. Das erklärte Ziel der Gruppe ist es, die Verwaltung der Informationssicherheit zur Chefsache zu machen und eine umfassende, gemeinsame Basis zu schaffen, auf die Unternehmen und Behörden zurückgreifen können. Dazu will die Arbeitsgruppe Unternehmen ansprechen, um ihnen bei der Einführung effektiver Rahmenbedingungen bei der Informationssicherheit zu helfen. In Verbindung damit gab die BSA das Strategiepapier „Information Security Governance: Toward a Framework for Action“ heraus.

„Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der Zwischenfälle bei der Cybersicherheit jedes Jahr verdoppelt“, erinnert Holleyman. „Wir arbeiten lange schon mit Behörden und Regierungen daran, die steigende Zahl der Cyber-Verbrechen zu bekämpfen. Mit dieser Arbeitsgruppe wollen wir auf diesen Bemühungen aufbauen.“

Den Vorsitz der Arbeitsgruppe übernahmen Bill Conner, Chairman, CEO und President von Entrust, und Thomas Noonan, Chairman und CEO bei Internet Security Systems.

Studie zeigt Aussichten bis 2013

Auf der GTS-Tagung präsentierten die versammelten Branchengrößen eine aktuelle Studie der IDC mit dem Titel „Enabling Tomorrow’s Innovations“. Sie basiert auf den Einschätzungen der CEOs der weltweit führenden Technologieunternehmen. In der Studie kommt IDC zu dem Schluss, dass auch nach drei Jahrzehnten der digitalen Revolution der Löwenanteil des Potentials zur Verbesserung von Produktivität und Effektivität noch vor uns liegt. 75 Prozent des Nutzens von Software etwa sind noch nicht umgesetzt, und allein in den nächsten vier Jahren werden weltweit über 1,5 Millionen gutbezahlter Hightech-Stellen entstehen. Dies schafft Steuermehreinnahmen von 290 Milliarden US-Dollar. In den nächsten fünf Jahren können Unternehmen weltweit 140 Milliarden US-Dollar durch Produktivitätssteigerung einsparen. Durch verbesserte Sicherheit kann sich der Online-Handel von einer Billion US-Dollar auf sechs Billion vervielfachen.

Auf der technischen Seite schätzt die IDC, dass bis 2013 über 80 Millionen kombinierter PDA-Handygeräte im Einsatz sein werden. Derzeit sind es 4 Millionen. Die Anzahl der Local Wireless Hotspots soll von derzeit 20.000 auf 140.000 steigen. „Wie diese Analyse belegt, schreitet die Innovation weltweit fort, und bringt den Menschen wirtschaftliche wie auch soziale Vorteile. Obwohl es noch eine große Anzahl von Hürden zu überwinden gilt, steht uns das Beste noch bevor. Das Vertrauen in die Softwareinnovation ist deshalb so stark, weil sie eine einmalige Fähigkeit hat, unser privates und geschäftliches Leben zum Besseren zu verändern“, schließt Holleyman.


Das White Paper „Information Security Governance: Toward A Framework for Action“ steht im Internet unter www.globaltechsummit.net/press/ISGPaper-2003.pdf zum Download bereit.

Die vollständige Studie „Enabling Tomorrow’s Innovations“ ist unter www.globaltechsummit.net/press/IDC-CEOSurvey-2003.pdf erhältlich.

Quelle und Kontaktadresse:
Business Software Alliance (BSA) Agnesstr. 40, 80798 München Telefon: 089/27359757, Telefax: 089/27359758

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