Jetzt gilt: Sturmschäden müssen gemeinsam von Wirtschaft und Politik bewältigt werden / Prinz Salm zieht Zwischenbilanz zu Kyrill
(Berlin) - Nach umfangreichen Befliegungen und Aufnahmen gehen wir jetzt von ca. 20 Mio Fm Holz aus, die durch den Orkan Kyrill bundesweit anfallen werden. Das ist rund ein Drittel des jährlichen Einschlags und erreicht damit nicht die Mengen der Stürme Wiebke und Lothar, sagte Michael Prinz zu Salm-Salm, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) zur Bilanz des Orkans Kyrill. Der deutliche Schadensschwerpunkt liegt dabei in Nordrhein-Westfalen. Gottlob sind in den angrenzenden und waldreichen Ländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen überwiegend Einzel- und kleinere Flächenwürfe festzustellen, so dass sich hier der Gesamtschaden in Grenzen hält. Weiter ostwärts hat der Orkan in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen Schäden verursacht. Ebenso betroffen sind die Höhenlagen des Thüringer Waldes und des bayerischen Fichtelgebirges, so Salm weiter.
Der derzeit boomende Holzmarkt wird die insgesamt angefallenen Sturmholzmengen aufnehmen. Ich rechne mit einer stabilen Preissituation.
Dies zeigen auch die ersten Preisverhandlungen und Vertragsabschlüsse, so der Waldbesitzerpräsident.
Wir appellieren an die Forstbetriebe außerhalb der betroffenen Regionen, die Lohnunternehmer von den Verpflichtungen laufender Verträge vorübergehend zu entbinden, damit in den Schadensregionen kurzfristig Hilfestellung bei der Aufarbeitung der Sturmholzmengen geleistet werden kann. Dabei komme es auf versiertes, gut geschultes Fachpersonal an, die diese besonders gefahrenträchtigen Arbeiten übernehmen müssen.
Prinz Salm forderte für die in den Schadregionen betroffenen Forstbetriebe eine schnelle und unbürokratische Hilfe der Politik. Hierzu zähle die Aufhebung der Tonnage-Begrenzung bzw. Anhebung des zulässigen Gesamtgewichtes auf 46 to. Außerdem sei die vorübergehende Aufhebung des Sonntags-Fahrverbotes für Holz- und Forstmaschinentransporte erforderlich.
Darüber hinaus könne Hilfe bei der Holzlagerung und Holzabfuhr geleistet werden. Maßnahmen der steuerlichen Entlastung der Forstbetriebe sind über die Regelungen des geltenden Rechts hinaus zu prüfen.
Für die Betroffenen brauchen wir eine effiziente Soforthilfe, um die jetzige Situation zu bewältigen. Außerdem gilt es, den Betrieben, die meist Familien-Forstbetriebe sind, durch konsequentes und zuverlässiges Handeln Mut für das weitere Engagement für die Zukunftsbranche Forst und Holz zu machen, schloss Prinz Salm seinen Appell an die politisch Verantwortlichen.
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Hans Ludwig Körner, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31807-923, Telefax: (030) 31807-924
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

