Pressemitteilung | Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
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Kampf der Schwarzarbeit: haushaltsnahe Dienstleistungen müssen steuerlich entlastet werden

(Berlin) - Die Mehrwertsteuererhöhung führt vor allem bei personalintensiven Dienstleistungen ab 2007 zu erheblich mehr Schwarzarbeit. Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) fordert daher eine steuerliche Vergünstigung insbesondere von haushaltsnahen Dienstleistungen: „Die größte Konkurrenz für haushaltsnahe Dienstleister ist die Schwarzarbeit. Wenn die Mehrwertsteuererhöhung kommt, werden Haushaltshilfen, Reparaturen und Pflegearbeiten am Haus zu Zehntausenden in die Illegalität getrieben“, warnt der Präsident des BDWi, Werner Küsters.

„Die Bundesregierung hat durch die begrenzte steuerliche Abzugsfähigkeit bei haushaltsnahen Dienstleistungen einen ersten kleinen Anreiz geschaffen, diese von privaten Haushalten nachzufragen. Nach unserer Einschätzung reicht dieser aber nicht aus, um die Schwarzarbeit in diesem Bereich zurückzudrängen. Deshalb muß die Bundesregierung im Jahr 2007 kräftig nachlegen“, mahnt Küsters.

Vorstellbar sei als erster Schritt die steuerliche Abzugsfähigkeit des Lohnanteils von Dienstleistungen in Höhe von 3.000 Euro. Bisher sind 600 Euro zulässig. „Das wäre ein erster Schritt, um die Schwarzarbeit durch die Mehrwertsteuererhöhung nicht weiter anzufeuern“, erläutert Küsters. Mittelfristig sollten haushaltsnahe Dienstleistungen für Privathaushalte mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz veranschlagt werden. „Damit kann es gelingen, der Schwarzarbeit, die immerhin bei 350 Milliarden Euro jährlich liegt, im Bereich der Privathaushalte mit legalen Arbeitsverhältnissen Paroli zu bieten. Das bringt letztlich ein Mehr an Steuern und Beschäftigung“, so Küsters.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) Markus Guhl, Bundesgeschäftsführer Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10

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