Pressemitteilung | VAUNET - Verband Privater Medien e.V.

Kein Aufruf zum Boykott der Werbewirtschaft im Umfeld von Gewaltfilmen! / VPRT Präsident Doetz gegen pauschale Ächtung von Gewalt im Fernsehen

(Köln) - „Zur Vermeidung der Ausstrahlung ‚gewaltverherrlichender oder menschenverachtender Filme’ im Fernsehen bedarf es keines Boykotts der werbetreibenden Wirtschaft. Diese Filme stehen auf dem Index und ihre Ausstrahlung ist im Fernsehen bereits verboten.“ Mit dieser Feststellung reagierte der Präsident des Verbandes privater Rundfunk und Telekommunikation, VPRT, Jürgen Doetz, auf jüngste Aussagen des Bundespräsidenten im Magazin STERN. Es sei zu bedauern, wenn jetzt eine sehr sensibel geführte Diskussion über die Darstellung von Gewalt im Fernsehen erneut in die Gefahr gerate, in ein populistisches Fahrwasser zu gelangen. Die privaten Sender beispielsweise stünden in einem ständigen Dialog mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und den zuständigen Aufsichtsgremien der Länder.

Sehr sensibel zu diskutieren sei zum Beispiel der Unterschied zwischen gewaltverherrlichenden Filmen und der Dramaturgie gewalthaltiger Filme, in denen diejenigen, die Gewalt ausgeübt haben, zur Rechenschaft gezogen werden und die staatliche Ordnung wieder hergestellt wird. Gewalt sei ein Bestandteil unserer sozialen Realität und könne vom Fernsehen nicht verheimlicht werden –„dies hat allerdings mit Gewaltverherrlichung überhaupt nichts zu tun“, so Doetz abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. (VPRT) Stromstr. 1 10555 Berlin Telefon: 030/39880-0 Telefax: 030/39880-148

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