Kein Ende der Rohstoffhausse / Spektakuläre Preiserhöhungen bei Milch treffen besonders Milchschokoladen und Saisonartikel
(Bonn) - Die deutsche Süßwarenindustrie ist mit Preissteigerungen im Rohstoffbereich in nie gekanntem Ausmaß konfrontiert. Nachdem bereits die Preise für Ausgangsmaterialien wie u.a. Weizen/Weizenmehl, Mais, Glukose und Kakao drastisch gestiegen sind und weiter steigen, macht die Rohstoffhausse auch nicht vor Milch und Milcherzeugnissen halt. In der deutschen Süßwaren- und vor allem Schokoladenindustrie werden Milch- und Molkenpulver in zahlreichen Vollmilchschokoladen und Milchschokoladenerzeugnissen eingesetzt. Milchschokolade macht rund 2/3 des Schokoladenmarktes aus.
Die Preise für Vollmilch- und Magermilchpulver sowie Molkenpulver in Deutschland haben sich innerhalb eines Jahres inzwischen nahezu verdoppelt, der Preis für Laktose sogar verdreifacht.
Die Situation auf dem Milchmarkt ist so dramatisch wie seit 40 Jahren nicht mehr. Die EU-Bestände sind leer. Mit dieser Kostenexplosion im Rohstoffbereich sind die Preise für milchhaltige Schokoladenprodukte nicht mehr zu halten so die einhelligen Aussagen in der Schokoladenindustrie. Besonders hart trifft es in diesen Tagen die Hersteller von Saisonartikel, wie z.B. Schoko-Osternhasen und Weihnachtsmänner, die jetzt schon die Preise für Ostern 2008 verhandeln müssen.
Die Verbraucher werden sich daher darauf einstellen müssen, dass nicht nur die Vollmilch teurer geworden ist, sondern die Situation am Milchmarkt inzwischen auch erhebliche Auswirkungen auf Verarbeitungserzeugnisse wie Schokolade hat.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI)
Dr. Torben Erbrath, Pressesprecher
Schumannstr. 4-6, 53113 Bonn
Telefon: (0228) 260070, Telefax: (0228) 2600789
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