Keine Abschiebungen von Journalisten in die Türkei!
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Bundesregierung auf, angesichts der Journalistenverfolgungen in der Türkei keine Berichterstatter in das Land abzuschieben. Anlass ist der am Wochenende bekannt gewordene Ausweisungsbescheid gegen den regierungskritischen Journalisten Ertugul Adil Yigit. Er hatte durch eine Protestaktion gegen den türkischen Präsidenten bei dessen Deutschlandbesuch vor einigen Wochen Schlagzeilen gemacht. Yigit lebt seit 36 Jahren in Deutschland. Seine Ausweisung soll mit fehlenden finanziellen Mitteln für seinen Lebensunterhalt zusammenhängen.
"Dass Erdogan-kritische Journalisten in der Türkei unnachgiebig verfolgt werden, ist der Bundesregierung seit Jahren bekannt", kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. "Eine Ausweisung von Regimegegnern bedeutet deren sichere Inhaftierung." Es müsse sichergestellt werden, dass sowohl Ertugul Adil Yigit in Deutschland bleiben könne als auch alle weiteren türkischen Kollegen, denen die türkischen Behörden vorwerfen, Gülen-Anhänger zu sein. Überall: "Frau Merkel muss den Eindruck vermeiden, Assistentin von Kerkermeister Erdogan zu sein."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner,
Torstr. 49, 10119 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
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