Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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Keine Interpol-Fahndung nach Cumhuriyet-Journalisten!

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Sicherheitsbehörden auf, einer möglichen Interpol-Fahndung nach dem ehemaligen Cumhuriyet-Chefredakteur Can Dündar nicht nachzukommen.

Berichten zufolge will die türkische Justiz Dündar auf die Interpol- Fahndungsliste setzen lassen. Anschließend liegt es im Ermessen der Staaten, ob sie einen Haftbefehl erlassen. "Can Dündar ist kein Verbrecher, sondern ein mutiger Journalist", betont DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall. "Er muss auch weiterhin die Möglichkeit haben, sich in Deutschland frei und ungehindert bewegen zu können." Die Ankündigung einer internationalen Fahndung nach ihm, so Überall, sei der erneute Versuch des türkischen Autokraten Erdogan, Kritiker einzuschüchtern. "Türkische Kollegen im Exil sollten sich davon nicht beeindrucken lassen", so der DJV-Vorsitzende.

Er erwarte, dass die Zufluchtsländer türkischer Exil-Journalisten alles nur Erdenkliche zum Schutz der Kollegen unternähmen, so Überall: "Die Interpol-Fahndungen nach Erdogan-Kritikern sind nichts anderes als der perfide Versuch der Kriminalisierung unabhängiger Journalisten."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Torstr. 49, 10119 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13

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