Pressemitteilung | Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV)
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Keine Sparmaßnahmen zu Lasten der jüngsten und schwächsten Schüler / BLLV-Präsident kritisiert Pläne der CSU-Landtagsfraktion zu Planstellenumschichtungen

(München) – Massiven Protest hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Albin Dannhäuser, gegen die Absicht der CSU-Fraktion angemeldet, aus den Volksschulen „mindestens“ 400 Stellen abzuziehen. Durch die Umschichtung von Lehrerstellen würden in einer Schulart Löcher in der Personalversorgung aufgerissen, um sie in anderen Schularten zu stopfen. Es wäre pädagogisch unerträglich, wenn der Rotstift ausgerechnet bei den jüngsten und schwächsten Schülern angesetzt würde. Es wäre, gerade nach den Befunden der PISA-Studien, ein völlig falscher Weg, Lehrerstellen in der Grundschule zu streichen. Dort werden die Weichen für den gesamten Bildungsweg gestellt. „Alles, was in der frühen und individuellen Förderung versäumt wird, ist nur schwer oder gar nicht aufzuholen,“ stellte Dannhäuser fest.

Bei massiven Stellenstreichungen wären alle Beschwörungen, die Hauptschule zu stärken, Schall und Rauch. Der BLLV-Präsident räumt ein, dass die Schülerzahlen bei den Hauptschulen sinken. Aber, so Dannhäuser, „Hauptschüler brauchen besonders intensive Förderung. 10 Prozent verlassen die Hauptschule ohne Abschluss und haben nahezu keine Chance auf dem Lehrstellenmarkt. Die große Zahl der Schulversager ist für Wirtschaft und Gesellschaft eine schwere Hypothek.

Dannhäuser appellierte an die CSU-Fraktion, nicht nur Wort zu halten, sondern für alle Schularten genügend Lehrer bereitzustellen. Nur dann könnten auch alle Schularten pädagogisch und fachlich leistungsfähig arbeiten.

Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV) Andrea Schwarz, Pressereferentin Bavariaring 37, 80336 München Telefon: (089) 7210010, Telefax: (089) 7250324

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