Keine Subventionen für Bioenergie zu Lasten von Nahrungsmitteln / Brauer verlangen Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(Berlin) - Die einseitige Förderung von Bioenergie muss schnellstens beendet werden, fordert Rechtsanwalt Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes e.V., anlässlich des heute (31. Oktober 2007) stattfindenden Rohstoffkongresses der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Er ruft dazu auf, Subventionen zur Gewinnung und zur Verwendung von Biokraftstoffen unverzüglich einzustellen. Nach Ansicht der deutschen Brauer wird durch die Subventionen im Energiebereich eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten von Pflanzen zur Nahrungsmittelherstellung herbeigeführt.
Die ins Feld geführten Gründe für Subventionen sind auch nicht gerechtfertigt durch den Umweltschutz, die Unabhängigkeit der Energieversorgung und der behaupteten Beschäftigungseffekte, fährt Hahn fort. Biokraftstoffe wirkten kaum gegen den Treibhauseffekt, verringerten nicht die Öl-Abhängigkeit und schädigten sogar die Umwelt. Die rein politisch motivierte Fokussierung auf Biokraftstoffproduzenten sei teuer mit öffentlichen Geldern erkauft und volkswirtschaftlich nicht zielführend.
Die ambitionierten Quotenziele könnten ohnehin nicht durch heimische Biomasse erfüllt werden. Im Hinblick auf die Förderung von Biokraftstoffen sollten Subventionen eine künstliche Wettbewerbsfähigkeit schaffen. Die durch eine weitere Subventionierung entstehende Kostenspirale führt zu einer schier unendlichen Belastung für den Staatshaushalt und der Steuerzahler, erklärt Hahn, der für seine Branche unter anderem eine umgehende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes fordert.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Brauer-Bund e.V. (DBB)
Marc-Oliver Huhnholz, Pressesprecher
Neustädtische Kirchstr. 7a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2091670, Telefax: (030) 20916799
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