Pressemitteilung | Deutscher Hochschulverband (DHV)
Anzeige

Kempen: „Schluss mit der Akkreditierungsbürokratie“ / Deutscher Hochschulverband will Genehmigung neuer Studiengänge vereinfachen

(Bonn/Bremen) - Der Deutsche Hochschulverband plädiert für eine grundlegende Änderung des gegenwärtigen Akkreditierungsverfahrens. Die Bundesländer sollten sich an dem Vorbild anderer europäischer Länder, wie zum Beispiel Großbritannien, orientieren und auf die sogenannte Programm-Akkreditierung, wonach jeder neue Studiengang einer Prüfung durch eine Akkreditierungsagentur unterworfen wird, vollständig verzichten. „Die Programm-Akkreditierung ist nicht länger tragbar“, erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. „Das Verfahren ist teuer, bürokratisch, langsam, ineffizient, rechtlich zweifelhaft und autonomiefeindlich. Durch die Notwendigkeit einer regelmäßigen sogenannten Re-Akkreditierung wird dieser Missstand zu einem Dauerzustand.“

Der Deutsche Hochschulverband schlägt vor, ein unbürokratisches, die Autonomie der Hochschulen förderndes Verfahren für die Genehmigung neuer Studiengänge einzuführen. Denn zur originären Aufgabe der Hochschulen gehöre es, neue Studiengänge einzurichten und über die Studieninhalte zu befinden. Für deren Gestaltung im Einzelnen soll künftig das jeweilige Bundesland auf gesetzlicher Grundlage formale Vorgaben machen, deren Einhaltung nur der Rechtsaufsicht des Landes obliege. Einer weitergehenden Genehmigung oder Akkreditierung von einzelnen Studiengängen bedarf es nach Einschätzung des DHV nicht.

„Die Hochschulen werden verpflichtet, ein Qualitätsmanagement-System einzurichten, das alle Aspekte der akademischen Lehre umfasst. Da im Sinne der Profilbildung die Hochschulen unterschiedliche Verfahren zur Qualitätssicherung in der Lehre einführen können, verbietet sich ein deutschlandweit einheitliches Qualitätsmanagement-System für alle Hochschulen“, erläuterte Kempen. Jeder Hochschule müsse überlassen bleiben, ob und inwieweit sie sich im Rahmen des Wettbewerbs von national oder international tätigen Akkreditierungsagenturen qualitative Höchststandards zertifizieren lasse.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hochschulverband (DHV) Pressestelle Rheinallee 18, 53173 Bonn Telefon: (0228) 9026666, Telefax: (0228) 9026680

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige