Kempen: "Umfassende Aufklärung dringend geboten" / DHV zu den Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft gegen 100 Dozenten
(Bonn) - Der Deutsche Hochschulverband (DHV) begrüßt die Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft gegen 100 Dozenten wegen Korruptionsverdacht. "Eine umfassende Aufklärung liegt im Interesse der Wissenschaft, allen voran der rund 25.000 Doktoranden, die jährlich ordnungsgemäß ihren Doktortitel erwerben", erklärte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Dr. Bernhard Kempen. Gewerbliche Promotionsberatungen stünden generell in Verdacht, die Vergabe unredlich und wissenschaftlich unlauter erworbener akademischer Grade auszulösen und zu befördern. Promovenden, die sich auf derartige Angebote einließen, müssten daher mit der Aberkennung ihres Titels rechnen. Um dem illegalen Titelhandel einen Riegel vorzuschieben, fordert der DHV seit Jahren, dass in die Promotionsordnung der Fakultäten ein Passus aufgenommen wird, in dem die Doktorandinnen und Doktoranden eidesstattlich versichern, keine fremde Hilfe beim Erstellen ihrer Doktorarbeit in Anspruch genommen zu haben.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hochschulverband (DHV)
Pressestelle
Rheinallee 18, 53173 Bonn
Telefon: (0228) 9026666, Telefax: (0228) 9026680
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