Kinder- und Jugendschutz fördern / Netzwerke stärken / Obligatorische Vorsorgeuntersuchungen
(Berlin) - Mit Blick auf den am Mittwoch (19. Dezember 2007) dieser Woche stattfindenden Kinder- und Jugendschutzgipfel der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund zusätzliche Anstrengungen in der Kinder- und Jugendhilfe.
Der Präsident des Verbandes, der Bergkamener Bürgermeister Roland Schäfer wies darauf hin, dass die Kommunen immer öfter eingreifen müssten, weil ein Teil der Eltern nicht mehr in der Lage seien, ihrem Erziehungsauftrag gerecht zu werden. In etwa 170.000 Fällen sei deshalb im vergangenen Jahr die Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen notwendig geworden, um dem Kindeswohl gerecht zu werden. Wir müssen die sozialen Frühwarnsysteme zum Schutz der Kinder weiter ausbauen, sagte Schäfer gestern (18. Dezember 2007) in Berlin.
Notwendig sei ein Netzwerk mit Informationsaustausch und Informationspflichten. Das beginne bei der Hebamme und gehe über den Arzt, den Kindergarten, die Schule bis hin zum Jugendamt und zur Polizei. Dazu gehöre auch eine Checkliste von typischen Warnsignalen, die Hinweise auf Vernachlässigung geben könnten.
Schäfer forderte dem Vorbild von Bayern und dem Saarland zu folgen und eine Kontrolle im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen von Kleinkindern verbindlich vorzuschreiben. Ein Arzt könne bei einer Untersuchung viel eher feststellen, ob ein Kind vernachlässigt werde, als durch einen Besuch des Jugendamtes.
Für das Wohl gerade dieser Kinder ist es oftmals sinnvoller, die Infra- und Hilfsstruktur in den Kommunen zu stärken, als immer nur höhere Transferleistungen vorzusehen, sagte Schäfer abschließend.
Die Verbesserung des Jugendschutzes muss ein nachhaltiger Prozess werden, in den die Kommunen, die vor Ort diese Aufgabe leisten, eingebunden werden müssen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
Pressestelle
Marienstr. 6, 12207 Berlin
Telefon: (030) 773070, Telefax: (030) 77307200
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