Pressemitteilung | Verbraucherzentrale Sachsen e.V.
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Klima in aller Munde / Wie unser Essen das Klima beeinflusst

(Leipzig) - Das Thema Klimaänderung wird derzeit stark diskutiert. Dabei treten auch die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Ernährungsweisen und Klimaänderung in den Blickpunkt. Immerhin sind Landwirtschaft und Ernährung in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Ausstoß klimawirksamer Gase beteiligt. Da stellt sich die Frage, wie man beim Essen das Klima schonen kann.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich klimafreundlich zu ernähren und in der Regel fördert das sogar die Gesundheit. Eine Möglichkeit wäre ein abwechslungsreicher Essstil, der tatsächlich fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag enthält – das natürlich vorwiegend aus der Region stammt. Was am Ort voll ausreifen konnte, schmeckt nicht nur besser, sondern konnte in der Regel mehr wertvolle Inhaltsstoffe anreichern als Produkte aus wärmeren Zonen.

Fleisch ist gesund und ein wertvolles Lebensmittel, solange man es in Maßen, also etwa drei Portionen wöchentlich verzehrt. Die Produktion von Fleisch ist besonders energieintensiv und Klima belastend, da im Mittel sieben pflanzliche Kalorien notwendig sind, um eine tierische Kalorie zu erzeugen. Bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch werden 6,5 kg CO2 freigesetzt. Ein kg Obst verursacht dagegen nur ½ kg CO2, Gemüse sogar nur 150 g CO2.

Lebensmittel aus dem Bio-Anbau sind ebenfalls eine klimafreundliche Alternative. Die ökologische Landwirtschaft verbraucht im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft nur ein Drittel der fossilen Energie, vor allem weil auf energieintensive chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet wird. Bio-Lebensmittel haben außerdem erheblich weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln.

Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt für den klimabewussten Einkauf, regionales Obst und Gemüse der Saison aus dem Freiland auszuwählen. Es ist frischer und schmeckt meist besser als Treibhausware.

Der Öko-Landbau kommt mit weniger Energie aus und bindet mehr Kohlenstoff in Böden und Biomasse. Bio-Lebensmittel schonen deshalb die Umwelt und das Klima und sind zugleich weniger mit Rückständen belastet.

Frisches und wenig verarbeitetes Obst und Gemüse enthält am meisten gesunde Pflanzenstoffe. Tiefkühllebensmittel sind zwar in der Qualität vergleichbar gut, belasten aber das Klima.

Quelle und Kontaktadresse:
Verbraucherzentrale Sachsen e.V. Pressestelle Brühl 34-38, 04109 Leipzig Telefon: (0341) 696290, Telefax: (0341) 6892826

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