Klimaschutzinvestitionen zahlen sich für unsere Mieter aus
(Hamburg) - In der zurückliegenden Woche kostete das Barrel Rohöl erstmals über 135 Dollar. 1998 wurden für die gleiche Menge noch runde 13 Dollar gezahlt. Auch für Gas kündigen die Energieversorger zur Jahresmitte neuerliche Preissteigerungen an. Zwischen 10 und 25 Prozent wird es dann teuerer. Ebenso kennt der Strompreis mit einem Plus von 26 Prozent allein zwischen 2002 und 2007 nur eine Richtung.
Die Entwicklung macht uns große Sorgen so Raimund Dankowski, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Wohnungsunternehmen (ASHW) im Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW), zu der 77 Mitgliedsunternehmen mit 160.000 Wohnungen gehören.
Dankowski weiter: Jährlich rund 250 Millionen Euro investieren unsere Mitglieder. Gut zwei Drittel des Volumens fließen in die Modernisierung der Bestände bzw. in den zeitgemäßen Wohnungsneubau. Wohnqualität zu bezahlbaren Preisen ist das zentrale Entwicklungsziel.
Die Landesregierung hat für 80 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 240 KWh pro Jahr und Quadratmeter errechnet rund 24 Liter. Um die Wohnungen der ASHW-Unternehmen wohlig warm zu bekommen, reichten im Mittel 160 kWh je Quadratmeter und Jahr (Basis 2006), acht Liter weniger als der Durchschnitt. Ein Vorteil, von dem hauptsächlich die Mieter profitieren. Die Belastung für unsere Mieter würde heute deutlich höher sein, hätten wir in den Vorjahren nicht erheblich in Wärmedämmung und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz investiert. Würden unsere Wohnungen heute noch im Durchschnitt das verbrauchen, was die Landesregierung errechnet hat, stünden auf der Heizkostenabrechung unserer Mieter zusätzliche 77 Millionen Liter Heizöl. Um die zu transportieren, müssten mehr als 2.300 große Tanklastzüge rollen, ist sich Dankowski sicher.
Ein Ende des Preisanstiegs für Energie ist wohl noch lange nicht in Sicht. Dakowski dazu: Es ist wie bei Hase und Igel: Wir investieren in die Senkung des Energiebedarfes, können damit den Kostenanstieg für unsere Mieter aber lediglich dämpfen. Hohe Energiepreise bringen heute schon viele Haushalte an den Rand der finanziellen Belastbarkeit.
Dankowski sieht weiteren Investitionsbedarf und stellt zugleich Forderungen an die Politik: Wir investieren seit Jahren trotz mangelhafter politischer Rahmenbedingungen freiwillig. Mieter und Vermieter dürfen aber nicht überfordert werden. Nachdem angesichts des drohenden Klimawandels auch bei der Politik Energieeinsparung ganz oben auf der Agenda steht, hoffen wir hier auf eine schnelle Verbesserung der Rahmenbedingungen.
Quelle und Kontaktadresse:
VNW Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
Pressestelle
Tangstedter Landstr. 83, 22415 Hamburg
Telefon: (040) 520110, Telefax: (040) 52011201
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