Pressemitteilung | Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)
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Klimawandel / Bayern muss handeln / BWE-Präsident Ahmels: „Mehr Klimaschutzflächen für Bayern“ / OSTWIND: „Bayerische Windenergie-Firmen international gefragt – nur zuhause nicht!“

(Regensburg) - Der Klimawandel macht auch vor Bayern nicht halt. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) begrüßt daher die Ankündigung von Ministerpräsident Edmund Stoiber, Bayern zum europäischen Spitzenreiter beim Klimaschutz zu machen. Der BWE fordert jedoch die Staatsregierung auf, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Gerade bei der Umstellung auf eine nachhaltige Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien hat das Land noch gewaltigen Nachholbedarf. Dies bestätigen auch die bayerischen Unternehmen aus der Windbranche: „Weltweit wird unser Know-how bei der Nutzung der Windkraft abgerufen – nur im Freistaat nicht“, heißt es bei der in Regensburg ansässigen OSTWIND-Gruppe.

Peter Ahmels, Präsident des BWE: „Der Klimawandel stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Was nützt der beste Landschaftsschutz, wenn die Landschaft demnächst dem veränderten Klima zum Opfer fällt? Wie die Natur auf Schutzflächen angewiesen ist, so braucht auch das Klima eigene Klimaschutzflächen. Auf diesen Flächen müssen wir erneuerbare Energien nutzen wie etwa die Windkraft.“ Gerade bei der Windenergie schlummern in Bayern noch große Potenziale: Ende 2006 waren hier lediglich 315 Anlagen mit einer Leistung von 339 Megawatt (MW) installiert. Das sind nur 1,5 Prozent der deutschlandweit installierten Windkraft-Leistung von 20.622 MW.

Ahmels: „Windenergie ist die günstigste erneuerbare und saubere Stromquelle. Sie ist technologisch ausgereift, vermeidet viel CO2 und dämpft die Preise an der Strombörse. Eine moderne Windenergieanlage kann heute an einem durchschnittlich windigen Standort 15 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugen. Das reicht für 5.000 Haushalte, 13.000 Tonnen CO2 werden so vermieden. Keine andere regenerative Technologie hat eine so hohe Flächeneffizienz.“

„In Bayern werden lediglich 0,03 Prozent der Fläche durch Windkraft genutzt“, so BWE-Präsident Ahmels: „Damit lassen sich nur 0,6 Prozent des Strombedarfs erzeugen. Zum Vergleich: In Ländern wie Rheinland-Pfalz, Sachsen oder Thüringen wird die zehnfache Fläche genutzt. Windkraft erzeugt dort sechs bis zehn Prozent des Stroms.“ Daraus folgern Unternehmen wie OSTWIND: „Im flächenstärksten Bundesland werden bereits viele unserer High-Tech-Produkte für die Windkraftanlagen hergestellt und so etwa 2.000 Arbeitsplätze gesichert. Nun muss auch die praktische Nutzung dieser erneuerbaren Energiequelle im Land vorangetrieben werden. Auch bei uns gibt es hervorragende Windkraft-Standorte, sie müssen nur genutzt werden.“

Laut Umweltbundesamt wird sich in Bayern bis 2100 die Zahl der heißen Tage (mehr als 30 Grad Celsius) auf zehn verdoppeln, die Zahl der Frosttage halbiert sich dagegen.

Hintergrund:
In Deutschland kommen mit 73,2 Milliarden kWh 11,9 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Allein die Windkraft deckt mit 30,5 Milliarden kWh über fünf Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Die Windkraft-Industrie will bis zum Jahr 2020 ihren Anteil auf über 20 Prozent steigern.

Allein 2006 vermied allein die Windstrom-Produktion 26,1 Millionen Tonnen CO2, das ist wesentlich mehr als Industrie und Energiewirtschaft gemäß Emissionshandel bis 2012 insgesamt einsparen müssen. Doch bei der Vermeidung einer Tonne CO2 ist die Windenergie 25-mal günstiger als der Emissionshandel.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Hauptstadtbüro Dr. Matthias Hochstätter, Pressesprecher Marienstr. 19-20, 10117 Berlin Telefon: (030) 28482106, Telefax: (030) 28482107

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