Koalition will Solarförderung um acht Prozent senken
(Frankfurt am Main) - Die Regierungsparteien sind sich einig bei der Anpassung des EEG. Forderung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) nach moderater Kürzung der Förderung konnte durchgesetzt werden. Bundestag entscheidet diese Woche.
Wer eine Photovoltaikanlage installiert und den gewonnenen Strom aus der Sonne ins öffentliche Netz einspeist, wird dabei auch künftig vom Staat unterstützt werden. Allerdings werden die Fördersätze ab 2009 im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) reduziert. Die Solarstromförderung für Photovoltaikanlagen auf Gebäuden soll in den Jahren 2009 und 2010 um jeweils acht Prozent gesenkt werden, ab 2011 um jährlich neun Prozent. Das bedeutet eine Vergütung von 43,01 Cent pro Kilowattstunde für die Jahre 2009 und 2010. Bislang wurde die Förderung lediglich um fünf Prozent jährlich verringert.
Wir sind mit diesem Entscheid weitgehend zufrieden, da die zunächst geplante, drastische Kürzung verhindert werden konnte, kommentiert Wolfgang Schmitt, ZVEH-Präsidiums-Miglied, die aktuelle Entwicklung. Der ZVEH hatte sich im Sinne der Elektrohandwerksbetriebe dafür eingesetzt, die angekündigte massive Reduzierung abzuwenden. Dies hätte dazu führen können, dass der Markt für unsere Betriebe zusammenbricht. Das hat wohl auch die Regierung erkannt und ist nun moderater vorgegangen, so Schmitt. Die Vorlage soll diese Woche im Bundestag beschlossen werden.
Deutlich weniger werden künftig vor allem größere Solarstromanlagen gefördert, die auf Hallendächern oder Freiflächen errichtet werden. Die Förderung von Solarstrom aus neuen, ebenerdig errichteten Solarparks soll in den Jahren 2009 und 2010 um jeweils zehn Prozent gesenkt werden, statt um die bislang gültigen 6,5 Prozent. Ganz gestrichen werden soll nach dem Willen der Koalition auch der bislang gewährte Förderbonus für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen.
Die Diskussion um die Solarförderung hatte vor allem in den vergangenen Wochen deutlich an Schärfe gewonnen, nachdem Unionsabgeordnete eine schnellere Absenkung der Solarförderung um bis zu 30 Prozent in drei Jahren gefordert hatten.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)
Petra Schmieder, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lilienthalallee 4, 60487 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 2477470, Telefax: (069) 24774719
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

