Köhler: "Kein Arzt wird enteignet" / Praxisverkäufe - Versorgungsplanung darf nicht dazu führen, dass Ärzte ihre Praxen nicht weiterverkaufen können
(Berlin) - Anlässlich der heute (28. April 2010) in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) veröffentlichten Vorstellungen von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) über die Nachbesetzung von Arztpraxen, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler:
"Wichtig ist eine flexible Versorgungsplanung. Diese beinhaltet ein ganzes Maßnahmenpaket. Dazu gehören auch Anreize. Wer als Arzt in einer überversorgten Region seine Praxis verkaufen will, kann dies unter Umständen nicht zu wirtschaftlichen Konditionen tun. In diesen Fällen könnten Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) diese Praxen aufkaufen - zum Vorteil des Arztes. Das heißt selbstverständlich nicht, dass Ärzte enteignet werden oder ihre Praxen nicht mehr verkaufen können. Kein Arzt muss um seine Altersvorsorge fürchten. Andererseits fordern wir weiterhin, dass KVen in unterversorgten Gebieten Eigeneinrichtungen gründen können, also Praxen für Ärzte komplett einrichten."
Quelle und Kontaktadresse:
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Körperschaft des öffentlichen Rechts
Dr. Roland Stahl, Referent, Kommunikation
Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin
Telefon: (030) 4005-0, Telefax: (030) 4005-1093
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