Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Koexistenz muss gelingen / Konferenz zur Gentechnik in Wien

(Berlin) - Die Sicherung der Koexistenz aller Anbauformen - also das Miteinander des Landbaus mit und ohne Einsatz von Grüner Gentechnik - ist das zentrale Anliegen des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Dies betonte der DBV zur Konferenz "Die Koexistenz von gentechnisch veränderten, konventionellen und biologischen Nutzpflanzen – Die Freiheit der Wahl", die der österreichische Landwirtschaftsminister Josef Pröll im Beisein der EU-Kommissaren Mariann Fischer Boel und Stavros Dimas am 4. April 2006 in Wien eröffnet hat. Nach Aussage des DBV kann die Wahlfreiheit von Erzeugern und Verbrauchern nur dann zukünftig sichergestellt werden, wenn es gelingt, das Neben- und Miteinander von konventionellem Ackerbau ohne Gentechnik, konventionellem Anbau unter Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen und ökologischem Anbau zu gewährleisten. Hierfür seien klare, aber auch kalkulierbare Regelungen erforderlich.

Viele EU-Mitgliedstaaten arbeiten zurzeit an der Entwicklung nationaler Rechtsvorschriften zur Koexistenz der unterschiedlichen Anbauverfahren, zwischen den einzelnen s gibt es große Unterschiede. Der DBV weist darauf hin, dass die EU der von vielen Seiten erhobenen Forderung nach einheitlichen Regelungsmodellen nicht nachkommt und den Mitgliedstaaten die Regelungskompetenz überlässt. Daher sollten gerade auch Regelungsmodelle der Koexistenz aus anderen EU-Mitgliedstaaten bei der Beurteilung des deutschen Lösungsansatzes einbezogen werden. Bei der Anwendung der Grünen Gentechnik gelte es, nationale wettbewerbsverzerrende Regelungen zu vermeiden.

Die eineinhalb Tage dauernde Konferenz befasst sich insbesondere mit den politischen und gesellschaftlichen Aspekten der Koexistenz. Besonders werden deren ordnungspolitische, technische und wirtschaftliche Ansätze berücksichtigt. Die Anliegen der Verbraucher sowie die Reaktionen der Märkte werden ebenfalls behandelt. Die Konferenz bietet eine Plattform zum Dialog und brachte politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler und einem breiten Spektrum von Interessengruppen wie Landwirtschafts- oder Verbraucherverbände, NGOs, Saatguterzeuger, Importeure oder Lebens- und Futtermittelhersteller aus ganz Europa zusammen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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