Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Kommunalwahl: Digitalisierungspotential in Mittelhessen nutzen – Wirtschaftsstandort stärken

(Wetzlar) - „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Betriebe wird auch – positiv wie negativ - durch die jeweiligen Kommunen beeinflusst. Gute und langfristig planbare Standortbedingungen vor Ort bedeuten in der Regel erfolgreichere Unternehmen, sichere Arbeitsplätze und somit auch höhere Steuereinnahmen“, erläutert Sascha Drechsel, Geschäftsführer der VhU-Geschäftsstelle Mittelhessen, anlässlich der gerade erst zu Ende gegangenen Kommunalwahl.

Kommunen müssen im Hinblick auf die knappen Kassen ihre Aufgaben mutig und stärker priorisieren. „Für die heimischen Unternehmen ist klar, dass in wirtschaftlich angespannten Zeiten die Verwendung des knappen Geldes klare Prioritäten erfordert. Auch die Kommunen müssen sich diesem Umstand stellen und sich bewusst machen, was zu den eigenen Kernaufgaben gehört und wo Prozesse effizienter gestaltet werden können“, macht der Geschäftsführer deutlich und ergänzt: „Ein zentraler Schlüssel ist hier die schnelle Digitalisierung der Verwaltung. 200 Kontakte pro Jahr haben Unternehmen im Durchschnitt mit Behörden – das ist enorm. Gerade deshalb ist eine leistungsfähige, effiziente und digitale Verwaltung für die Wirtschaft so extrem notwendig und entscheidend.“

Auf dieser Grundlage fordert die VhU u.a. mehr Engagement und Tempo bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), damit möglichst schnell alle Verwaltungsdienstleistungen ganz einfach online erledigt werden können. In den nun anstehenden Koalitionsverhandlungen nach der Kommunalwahl müsse die Digitalisierung der Verwaltung eine zentrale Rolle einnehmen. „Mit Hilfe von Digitalisierung lassen sich bereits jetzt bislang personalintensive Verwaltungsaufgaben mit viel weniger Personal und in kürzerer Zeit stemmen, sodass nicht jede Stel-le nachbesetzt werden muss. Das spart Zeit und Geld“, hebt Drechsel hervor.

In Mittelhessen geht der Wetteraukreis mit 119 online verfügbaren kommunalen Verwaltungsdienstleistungen mit gutem Beispiel voran, gefolgt vom Lahn-Dill-Kreis mit 95. Dennoch ist hessenweit das Potential im Vergleich zur Stadt Offenbach als Spitzenreiter, die in ihrem Zuständigkeitsbereich bereits 224 stadtweite Leistungen digital für ihre Bürger bereitstellt, noch nicht ausgeschöpft. In diesem Zusammenhang fallen die mittelhessischen Landkreise Gießen und Limburg-Weilburg mit nur 25 und 24 online verfügbaren Verwaltungsdienstleistungen deutlich ab. Der Geschäftsführer fügt an: „Die Kosten für kommunale EfA-Verfahren („Einer für Alle“), um die Nutzung digitaler Verwaltungsangebote zu erleichtern, übernimmt neben weiteren Leistungen ja sowieso das Land Hessen. Daher ist es umso unverständlicher, dass so viele Kommunen hinterherhinken.“

„Wir sind schon immer davon überzeugt, dass Kommunalpolitik großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort hat. Daher brauchen wir attraktivere Standorte, gute Rahmenbedingungen für die regionalen Betriebe und verlässliche Kommunen. Denn wer die finanzielle Handlungsfähigkeit seiner Kommune erhalten will, muss nur die lokale Wirtschaft stärken!“ so Drechsel abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle, Patrick Schulze, Geschäftsführer(in) Kommunikation, Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main, Telefon: 069 95808-0

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