Kommunen gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus
(Berlin) - Anlässlich des heutigen Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus, beobachten der Israelische Gemeindeverband und der Deutsche Städte- und Gemeindebund mit Sorge das Erstarken rechtsextremer, fremdenfeindlicher und antisemitischer Kräfte in Politik und Gesellschaft. Sie fordern alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte insbesondere auch in den Städten und Gemeinden auf, alles in ihren Möglichkeiten Stehende zu tun, um diesen Tendenzen entgegenzuwirken. Der Deutschen Städte- und Gemeindebund verweist auf die vielfältigen Aktivitäten in den Kommunen, die sich in der Datenbank KODEX des DStGB wieder finden und als Beispiel dienen können. In der Datenbank zählt man mehr als 400 Konzepte, Projekte und Aktionen, die auf kommunaler Ebene im Einsatz sind. Ziel der Datenbank ist es, die Arbeit der Kommunen zu stärken und alle diejenigen mit Ideen und Ansprechpartnern zu unterstützen, die selbst aktiv werden wollen.
"Der Deutsche Städte- und Gemeindebund setzt sich seit Jahren dafür ein, dass extremistischen, fremdenfeindlichen und antisemitischen Tendenzen mit allen Möglichkeiten entgegengewirkt wird", betonte der Beigeordnete des Verbandes Uwe Lübking.
Der Vertreter des Israelischen Städteverbandes, Avi Rabinovitch, erklärte, dass die Verstärkung des Antisemitismus in Europa ein Alarmsignal für die Öffentlichkeit sein sollte. Die Städte und Gemeinden sollten besonders in die Jugend der dritten Generation nach dem Holocaust investieren. Wir müssen weiter intensiv zusammenarbeiten und über den Jugendaustausch und Partnerstädte die Aktivitäten zwischen Israel und Deutschland vermehren, sagte Rabinovitch. Der Holocaust müsse immer noch eine Priorität in der Tagesordnung sein.
Lübking bedauert, dass auf Grund der aktuellen kommunalen Finanzlage viele Jugendprojekte nicht durchgeführt werden können oder sogar zurückgeführt werden müssen. Er empfahl den Kommunen trotzdem, die verschiedenen Möglichkeiten des Jugendaustausches insbesondere mit Israel zu verstärken.
Beide Verbände begrüßen den Uno-Beschluss, den 27. Januar Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz als Internationalen Holocaust-Memorial-Day zu begehen und empfehlen den Trägern der Jugendarbeit, dieses Ereignis im Rahmen ihrer Arbeit aktiv aufzugreifen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
Franz-Reinhard Habbel, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Marienstr. 6, 12207 Berlin
Telefon: (030) 773070, Telefax: (030) 77307200
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