Pressemitteilung | Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK)
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Kompromiss zur Begrenzung der CO2-Emissionen für Personenkraftwagen schafft zumindest Planungssicherheit

(Bad Homburg) - Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK) unterstützt die allgemeinen Klimaschutzziele der Europäischen Union, tritt aber für ein Gesamtkonzept ein, das alle Verursacher berücksichtigt. Jedes Gramm CO2 soll unabhängig von seiner Herkunft gleich behandelt werden. Die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Ziele für die Begrenzung der CO2-Emissionen von Personenkraftwagen sind jedoch sehr ambitioniert.

Im Vorfelde des Treffens der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich dem Vernehmen nach Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien auf einen Kompromiss verständigt. Danach wird an den Zielen grundsätzlich festgehalten, den CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen auf durchschnittlich 120 g/km CO2 zu reduzieren. Ab 2012 soll es jedoch eine Einführungsphase geben, so dass die Zielvorgaben zur CO2-Minderung erst ab dem Jahr 2015 als Standard für alle neuen Pkw gelten werden.

VDIK-Präsident Volker Lange: "Die von den vier Mitgliedsstaaten vorgeschlagene Lösung ist extrem ambitioniert, würde aber zumindest Planungssicherheit für die kommenden Jahre schaffen. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage wäre es jedoch sehr wünschenswert, wenn die Einführung der strengeren CO2-Grenzwerte insgesamt auf das Jahr 2015 verschoben und auf die bei Nichterfüllung der EU Vorgaben angekündigten Sanktionen gänzlich verzichtet würde. So entstünde für die internationalen Fahrzeughersteller ein weiterer finanzieller Spielraum, um trotz der aktuell angespannten wirtschaftlichen Lage die Entwicklung hin zu sparsamen Fahrzeugen mit geringen CO2-Emissionen weiter zu forcieren."

Dem Kompromiss zufolge sollen zehn Gramm Kohlendioxidreduktion ab 2012 statt über Motorentechnik auch über Biosprit oder etwa neuartige Reifen erreicht werden dürfen, weitere sieben Gramm durch sogenannte Öko-Innovationen wie Solarzellen zum Betrieb von Klimaanlagen oder Fensterhebern. Der VDIK fordert die Europäische Kommission auf, alle ergänzenden Maßnahmen zur Absenkung der CO2-Emissionen, die nicht im europäischen Fahrzyklus erfasst werden, in vollem Umfang zu berücksichtigen. Insbesondere das Absenkungspotential so genannter Öko-Innovationen sollte dabei nicht auf die oben genannte Grammzahl statisch begrenzt werden.

Lange weiter: "Die Verbraucher müssen dringend durch gezielte Anreize sowie finanzielle Fördermaßnahmen der Regierungen ermuntert werden, neue und umweltfreundliche Fahrzeuge zu kaufen. Die Androhung von Sanktionen wirkt hier kontraproduktiv und führt letztendlich nur zur weiteren Verunsicherung der Autokäufer. Die deutsche Bundesregierung ist daher aufgefordert, schnellstmöglich für Klarheit bezüglich der sofortigen Umstellung auf eine CO2-bezogene Kraftfahrzeugsteuer zu sorgen."

Der VDIK schafft bereits seit 01. April 2006 mit der Initiative `Pro saubere Luft´ Anreize zum Austausch alter gegen neue Fahrzeuge. Die CO2-Emissionen der gesamten Pkw-Flotte lassen sich durch eine konsequente Bestandserneuerung um ca. 15 Prozent absenken.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK) Thomas Böhm, Leiter, Presse und Public Relations Kirdorfer Str. 21, 61350 Bad Homburg Telefon: (06172) 98750, Telefax: (06172) 987520

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