Kongress ländliche Räume: Chance auf Anschluss im ländlichen Raum! / LandFrauen fordern die Nutzung freiwerdender Funkfrequenzen für mobile Breitbandzugänge in ländlichen Regionen
(Berlin) - Anlässlich des Abschlusskongresses ländliche Räume des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fordert die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) Brigitte Scherb, dass für die Erschließung des ländlichen Raumes mit Breitbandtechnik durch den Umstieg von analoger auf digitale Funkübertragung freiwerdenden Frequenzen für öffentlich-rechtlichen Rund- und Fernsehfunk genutzt werden. Dies verspreche auch wesentlich günstigere Investitonskosten und dem Hochgeschwindigkeitsnetz für Metropolen vergleichbare Übertragungsraten. Mit diesen frei werdenden Funkfrequenzen könnten in ländlichen Gegenden mobile Breitbandzugänge mit großen Übertragungsraten aufgebaut werden. Damit hätte die Aufholjagd endlich ein Ende und der ländliche Raum könnte gleichberechtigt diese Technologien nutzen, ist sich die LandFrauenpräsidentin sicher. Damit würde ein großer Schritt in Richtung gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land getan!
Für die LandFrauen ist die ländliche Entwicklungspolitik ein nationales Anliegen. Die einzelnen Länder und Regionen dürfen infolge veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, insbesondere durch den demographischen Wandel nicht auseinanderdriften. Dies haben die LandFrauen in einer entsprechenden Position auf Bundesebene gefordert. Die Vielfalt der Regionen, Landnutzungen und Landschaften hat Deutschland geprägt. Darin liegt zugleich die Chance für eine ausgeglichene Entwicklung aller ländlichen Räume und für deren optimales Zusammenspiel.
LandFrauen sind sich darüber einig: Die Zukunft der ländlichen Räume hängt an den Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen, ergänzt durch ein gesundes Lebensumfeld für Familien. Das funktioniert jedoch nur, wenn der ländliche Raum auch an leistungsfähige Breitbandnetze angeschlossen ist. Wer nicht angeschlossen ist, bekommt auch keinen Zutritt zur Informations- und Wissensgesellschaft. Das ist seit langem bekannt und Gegenstand heftiger politischer Diskussionen auf allen Ebenen.
Bis heute sind die Netzlücken nicht geschlossen, bedauert Präsidentin Scherb. Sie können auch nicht allein durch mehr Liberalisierung und Wettbewerb geschlossen werden. Die physikalischen Grundlagen und die Gebote der Wirtschaftlichkeit setzen vor allen bei den herkömmlichen Technologien Grenzen. Einerseits können hier Investitionszuschüsse wie sie ab 2008 aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur bereitgestellt werden, tatsächlich helfen. Andererseits gibt es hoffnungsvolle technische Alternativen, wie die Übertragung per Funk oder die Weiterentwicklung des Mobilfunks. Mit der digitalen Dividende, wie es EU-Kommissarin Viviane Reding ausdrückt, ist nun endlich Bewegung in die verfahrene Situation gekommen.
Die Frequenzvergabe ist Ländersache. Die LandFrauen fordern eine offene und tabufreie Diskussion über die Nutzung und Verteilung der frei werdenden Funkfrequenzen und damit eine positive Entscheidung für den ländlichen Raum.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Lilo Schön, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
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