Pressemitteilung | Verband der Privaten Bausparkassen e.V.
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Konsumausgaben lösen Altersvorsorge an der Spitze der Sparziele ab

(Berlin) - Das Sparen für „Konsumausgaben“ hat das Sparziel „Altersvorsorge“ erstmals an der Spitze der wichtigsten Sparziele abgelöst. 63,5 Prozent der Bundesbürger nannten dieses Sparziel bei einer im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen im März 2008 zum 32. Mal durchgeführten repräsentativen Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger. TNS Infratest, Bielefeld, interviewte dabei über 2.000 Bundesbürger im Alter von 14 Jahren und mehr (die Umfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt). Gleichzeitig ist dies der höchste Wert, den das Sparziel „Konsumausgaben“ bei den Befragungen bisher erreicht hat. Vor einem Jahr waren es „nur“ 57,4 Prozent gewesen und bei der Befragung im Herbst 2007 59,1 Prozent.

An zweiter Stelle rangiert jetzt das Sparziel „Altersvorsorge“ mit 61,9 Prozent vor „Erwerb/Renovierung von Wohneigentum“ mit 52,4 Prozent und der „Kapitalanlage“ mit 42,9 Prozent.

Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbandes: „Obwohl die Einkommen der privaten Haushalte im vergangenen Jahr real sogar rückläufig waren, scheint die Zuversicht bei den Bundesbürgern in die weitere wirtschaftliche Entwicklung leicht gestiegen zu sein. Dies belegt das verstärkte Sparen für größere Anschaffungen. Es bleibt aber abzuwarten, inwieweit die gerade in jüngster Zeit drastisch gestiegenen Preise bei Nahrungsmitteln, Benzin, Gas und Heizöl bremsend auf die weitere Konsumfreude der Bundesbürger wirken.“

So hätten auf die Frage nach dem künftigen Sparverhalten 8,8 Prozent der Befragten angegeben, mehr zu sparen, was deutlich über dem Vorjahreswert von 6,8 Prozent liege. Parallel dazu sei der Anteil der Bundesbürger, die künftig weniger sparen wollten, mit 13,1 Prozent gegenüber 2007 (12,8 Prozent) leicht gestiegen. Auch der Anteil der Bundesdeutschen, die überhaupt sparten, liege im Frühjahr 2008 mit 49,7 Prozent um mehr als 2-Prozent-Punkte höher als im Frühjahr 2007 mit 47,4 Prozent. Entsprechend sei der Anteil der Nicht-Sparer von 52,2 Prozent 2007 auf aktuell 49,7 Prozent gesunken.

Erstmals sind bei der diesjährigen Befragung auch die hauptsächlich genutzten Anlageformen abgefragt worden. Danach steht das traditionelle Sparbuch (einschließlich Spareinlagen, Banksparplan) mit 54,4 Prozent an erster Stelle vor dem Bausparvertrag mit 40,8 Prozent und den Renten- und Kapitallebensversicherungen mit 38,6 Prozent. Bemerkenswert ist nach Ansicht des Verbandes, dass 35,3 Prozent, also mehr als jeder Dritte, Geld auf einem Girokonto „spart“. Damit werde diese „Sparform“ noch häufiger genutzt als „kurzfristige Geldanlagen“ mit 29,0 Prozent und „Investmentfonds“ mit 27,1 Prozent. Die geringsten Nutzungsquoten hätten „Aktien“ mit 17,5 Prozent erzielt, gefolgt von „festverzinsliche Wertpapiere/Bundesschatzbriefe“, die nur von jedem zehnten Bürger (10,2 Prozent) als genutzte Geldanlage angegeben worden seien.

Der aus der Untersuchung abgeleitete Sparklima-Index des Verbandes wird als Saldo aus den Prozent-Anteilen derjenigen, die künftig mehr sparen wollen, und derjenigen, die künftig weniger sparen wollen, berechnet.

Der mit Beginn des Jahres 2007 einsetzende Abwärtstrend des Sparklima-Index hat sich nach Angabe des Verbandes im Frühjahr 2008 nicht fortgesetzt: Mit -4,3 sei der Index auf den höchsten Wert seit dem Frühjahr 2001 (-3,2) geklettert. Im vergangenen Jahr sei der Index kontinuierlich von -6,0 auf -8,5 zurückgegangen.

Dies sei fast gleichlautend auf die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland zurückzuführen: In Westdeutschland sei der Index von -7,0 im Herbst des vergangenen Jahres auf jetzt -3,4 gestiegen; in Ostdeutschland im gleichen Zeitraum von -14,6 auf -7,9.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Privaten Bausparkassen e.V. Pressestelle Klingelhöferstr. 4, 10785 Berlin Telefon: (030) 590091-500, Telefax: (030) 590091-501

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