Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
Anzeige

Kosten der Mitbestimmung liegen bei weniger als einem Euro pro Tag

(Frankfurt am Main) - Die Kosten der Mitbestimmung in Deutschland sind weitaus niedriger als bislang angenommen. Eine von der IG Metall in Auftrag gegebene Studie des Saarbrücker INFO-Instituts hat ergeben, dass die Kosten für die Betriebsratsarbeit in Klein- und Mittelbetrieben in der Metall-, Holz- und Textilbranche bei durchschnittlich unter einem Euro pro Tag und Mitarbeiter liegen. „Wenn in Deutschland nur ein Euro pro Tag für die Demokratie im Betrieb ausgegeben wird, dann haben wir es hier nicht mit enormen Kosten, sondern mit einem Nachholbedarf in Sachen Mitbestimmung zu tun“, sagte IG Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Rhode am 16. Januar 2006 in Frankfurt.

Die Studie weist nach, dass in Betrieben mit weniger als 100 Mitarbeitern die jährlichen Kosten bei durchschnittlich rund 260 Euro, bei Betrieben mit 100 bis 200 Betrieben bei rund 273 Euro und bei Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten aufgrund der Freistellungsmöglichkeit bei rund 397 Euro liegen. In Relation zum Umsatz betragen die Kosten je nach Betriebsgröße lediglich zwischen 0,14 und 0,17 Prozent. Das INFO-Institut widerlegt mit der vorgelegten Studie die Zahlen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), das von direkten Kosten jährlich in Höhe von 650 Euro pro Mitarbeiter ausgeht. „Die Zahlen des IW sind nicht repräsentativ. Sie sind großbetriebslastig, da nur Betriebe mit 200 Mitarbeitern und mehr untersucht wurden und eine Kosten-Nutzen-Rechnung ausgeblieben ist.“ Die übergroße Mehrheit der Unternehmen beschäftige weniger als 100 Mitarbeiter, sagte Rhode.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) Pressestelle Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige