Pressemitteilung | Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e.V. (BDI)
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Krankenhäuser sind erheblich unterfinanziert / Ende des Kreuzzugs der Politik gegen die Kliniken

(Wiesbaden) - Die Belastung der Krankenhäuser gefährdet mehr und mehr die medizinische Versorgung der Bevölkerung, warnt der BDI e.V. Aus den Kliniken werden über den unsinnigen Sanierungsbeitrag monatlich 20 Millionen Euro abgezogen. Zusätzlich zu den Belastungen aufgrund der Spargesetze der Koalition haben die Krankenhäuser die Folgen der unzureichenden Investitionsmittelausstattung der Länder zu tragen. So haben die Länder den Kliniken im Jahr 2006 nur noch 2,7 Milliarden Euro Investitionskosten zur Verfügung gestellt.

Die Notlage der Krankenhäuser wird drastisch belegt durch den „Krankenhaus Rating Report 2008“ des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und das aktuell von dem Ökonomen Prof. Bert Rürup im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) erstellte Gutachten. Immer mehr Krankenhäuser – 2008 bereits 34 Prozent der über 2100 Kliniken – sind infolge der Deckelungspolitik der Regierungskoalition von Insolvenz bedroht.

BDI-Präsident Dr. med. Wolfgang Wesiack mahnt die Politik, ihren Kreuzzug gegen die Krankenhäuser aufzugeben. Diese wichtige Stütze der medizinischen Versorgung in Deutschland hat bereits Schaden genommen, daher wird das Niveau unseres Gesundheitssystems massiv gefährdet. Die derzeitige Unter­finanzierung im Kranken­hausbereich schreckt zudem die jungen Ärzte ab und treibt sie ins Ausland. Eine politische Kehrtwende ist das Gebot der Stunde.

Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) Pressestelle Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden Telefon: (0611) 18133-0, Telefax: (0611) 18133-50

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